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aus: Salzhemmendorf Aktuell, 29.12.2011

 

Aktion "Laufbus" wird fortgesetzt

Neue Schilder für die Salzhemmendorfer Grundschule

Als bereits vor zwei Jahren die Schulleitung der Grundschule Salzhemmendorf auf die Idee kam, ein Projekt zu starten, bei dem die Kinder angeleitet werden sollten, zu Fuß zur Schule zu gehen, war die Resonanz gleich positiv. Es entstand der sogenannte "Laufbus", an dem sich auch spontan viele Kinder und Eltern beteiligten. Die kinder warten an festgelegten Punkten auf den Laufbus und schließen sich diesem an, so dass die Kinder sicher und betreut den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegen. Diese Aktion hat sich bewährt und soll auch fortgesetzt werden. Allerdings zeigten sich die vor zwei Jahren von der Jugendwerkstatt erstellten Holzschilder der Witterung nicht standhaft genug. Sie mussten jetzt durch haltbare Schilder aus Metall ersetzt werden.

Die Grundschule zeigte sich nun hocherfreut, dass sich die Ith-Sole-Therme spontan bereit erklärte, diese Schilder zu sponsern. Geschäftsführerin Lena Hinsmann übergab die neuen Schilder an die Grundschulleiterin Susanne Koops.

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 29.12.2011

 

"Ein Erlebnis mit allen Sinnen"

Gespräche führen bzw. im Bekannten- oder Freundeskreis erzählen, das kann fast jeder. Seltener geworden sind allerdings Menschen, die sich die Zeit nehmen, Geschichten aus alten Zeiten zu lauschen oder selbst zu erzählen. Märchenerzähler gab es in früheren Zeiten viele, in den Familien waren es meist die Großmütter, die diese Aufgabe übernahmen. In der heutigen Zeit mit den vielen Medien ist diese Kunst aber mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Die Freiwilligenagentur des Fleckens Salzhemmendorf hat die Idee des Märchenerzählens wieder aufgegriffen und jetzt eine Fortbildungsmaßnahme „Märchen erzählen“ durchgeführt. Als Seminarleiterin war mit Jana Raille aus Neustadt an der Ostsee ein „Profi“ engagiert worden. Sie ist seit über 20 Jahren Erzählerin und hat diese Leidenschaft früh zu ihrem Beruf gemacht. Ihr Wissen und Können vermittelt sie bei diesen Veranstaltungen, wobei sie wert auf authentisches und individuelles Erzählen legt.

Sie versteht es, spielerisch und leicht die Lust zum Erzählen zu wecken, führt in die Märchenwelt ein, lässt Bilder lebendig werden, zeigt, wie man in unterschiedliche Charaktere schlüpft und den roten Faden der Geschichten spinnt. „Erzählen ist für mich ein Erlebnis mit allen Sinnen. Erzählen für Kinder, Familien, Senioren oder Erwachsenen weckt Bilder der Fantasie und macht Mut, Geschichten frei, ganz ohne Buch, vorzutragen“, so Jana Raille. Nach dem Abschluss des Seminars hatte sie dann auch die Gelegenheit, alle Register ihres Könnens zu ziehen. In der Sporthalle der Grundschule lauschten etwa 300 Kinder der Kindertagesstätten Salzhemmendorf und Lauenstein sowie der Grundschulen Salzhemmendorf und Wallensen gebannt ihren Worten und Geschichten.

 

 

aus: Dewezet, 18.10.2011

 

Kinder "sind doch nicht aus Zucker"

Salzhemmendorf (gök). Auch wenn der Bus in den Ferien nicht zu sehen ist – an jedem Schul-Wochentag ist er zu sehen. Statt Rädern hat er allerdings viele kleine Füße. Vor zwei Jahren gestartet, ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen – das Projekt, „Laufbus“ an der Grundschule Salzhemmendorf ist erfolgreich. 

Da immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule brachten, kam die damalige Schulleitung auf die Idee, ein Projekt zu starten, mit dem die Kinder animiert werden, zu Fuß zur Schule gehen zu wollen. So entstand der Laufbus, an dem sich schnell viele Kinder und auch Eltern beteiligten. Die Eltern wechselten sich täglich mit der Betreuung des Laufbusses ab. Die Kinder warten an festgelegten Punkten auf den Laufbus und schließen sich diesem an, so dass die Kinder sicher und betreut den Weg zur Schule zu Fuß zurücklegen.

Der Verkehrsclub Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk animierten die Grundschule vor zwei Jahren zur Teilnahme an dem Projekt „Zu Fuß zur Schule“, woraufhin die Grundschule die Idee des Laufbusses entwickelte. Im vergangenen Jahr wurden dann auch während des Aktionstages die Hemmendorfer Schüler zu Fuß abgeholt. In diesem Jahr standen die Aktionstage unter dem Motto „Wir sind doch nicht aus Zucker“. Die Schulleitung unter Führung der Schulleiterin Susanne Koops wollte erreichen, dass die Kinder auch bei regnerischem Wetter zu Fuß zur Schule oder nach Hause gehen. Dafür wurde sogar ein Regenschirm-Leihsystem an der Schule eingerichtet, wo die Kinder bei schlechtem Wetter Regenschirme ausleihen können, wenn sie keinen dabei haben.

Passend zum Thema veranstaltete die Schule einen Malwettbewerb – zum Abschluss erhielten die Sieger nun kleine Preise. Die Kinder erfuhren dabei, dass man auch im Regen zu Fuß gehen kann, weil das unter anderem auch die Abwehrkräfte stärkt und die Kinder gesund bleiben. Der Laufbus schaffte es sogar auf den bundesweiten Flyer der Aktion.

 

 

aus: Dewezet, 17.08.2011

 

Susanne Koops neue Leiterin an der Grundschule

Salzhemmendorf (gök). Nicht nur an der Kooperativen Gesamtschule Salzhemmendorf gibt es eine neue Schulleiterin, auch an der Grundschule gibt es einen Wechsel an der Spitze. Mit Udo Zelck ist der langjährige Schulleiter der Grundschule mit Schuljahresende in Pension gegangen. Für die Ausschreibung der Landesschulbehörde gab es mit Susanne Koops lediglich eine Bewerberin. Sie hatte seit 2010 Zelck vertreten und kennt sich mit den Aufgaben eines Schulleiters gut aus. „Dank unserer Bürokraft werde ich mich in den nächsten Wochen noch weiter gut einarbeiten“, so Koops zuversichtlich.

Geboren auf der Insel Föhr, zog Susanne Koops 1993 mit ihrem Mann Dr. Wilhelm Koops aus Schleswig-Holstein nach Salzhemmendorf, da er an der KGS einen Dienstposten als Mathematiklehrer angetreten hatte. Nach einem Jahr an der Grundschule Flegessen konnte sie dann 1994 zur Grundschule Salzhemmendorf wechseln und unterrichtet seitdem dort. Bereits ihre heute 21 Jahre alte Tochter ging in Salzhemmendorf zur Grundschule. In ihrer Freizeit liest Susanne Koops in den Ferien gerne mal ein Buch, kümmert sie sich um Garten und Hund. Beim Spazierengehen bekommt sie den Kopf frei und kann sich über viele Dinge Gedanken machen.

Nach den Sommerferien kommt auf sie viel Arbeit zu; „der Verwaltungsaufwand für Schulleiter ist in den letzten Jahren enorm gestiegen“, sagt Susanne Koops. Allerdings freut sie sich auch auf die Zusammenarbeit mit dem „engagierten Kollegium und den tollen pädagogischen Mitarbeitern“. Eine besondere Herausforderung ist die Leitung der Grundschule Salzhemmendorf aber vor dem Hintergrund der bevorstehenden Schulschließungen im Gemeindegebiet. Bekanntlich werden in einem zeitlich festgelegten Stufenplan die drei Schulen in Lauenstein, Wallensen und Oldendorf geschlossen.

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Lauenstein ist bereits forciert worden, damit sich die Schüler schon einmal kennenlernen. Besonders wichtig ist auch die Abstimmung beim Lehrplan, da viele Schüler in unmittelbarer Zukunft von Lauenstein nach Salzhemmendorf wechseln werden. In Salzhemmendorf war die Grundschule in der Vergangenheit zweizügig. In diesem Sommer wird allerdings aufgrund der niedrigen Kinderzahlen nur eine erste Klasse eingeschult. In Lauen-stein wird auch eine erste Klasse eingeschult, die dann später nach dem Schulkonzept des Rates geschlossen nach Salzhemmendorf wechseln wird. Damit wäre dann die Zweizügigkeit wieder gewährleistet, und das erfolgreiche pädagogische Konzept der Grundschule kann weitergeführt werden. Nach dem erfolgreichen Anlaufen der Zusammenarbeit mit der Grundschule Lauenstein wird Susanne Koops auch bald das Gespräch mit den anderen beiden Grundschulen in Wallensen und Oldendorf suchen.

Wichtig ist Susanne Koops vor allem das Entwickeln der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins der Grundschüler. Dies werde vor allem durch Projekte wie dem „Laufbus“ gefördert, die auch Susanne Koops nach wie vor sehr wichtig sind. Begeistert ist sie auch von der engen Zusammenarbeit mit Michael Paulessen von der Gemeindeverwaltung, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht, sowie dem Elternverein der Schule: „Denn gerade in der Grundschule muss die Zusammenarbeit mit der Elternschaft stimmen. Viele Eltern wollen eine Rückmeldung zum Lernverhalten ihrer Kinder, und mittlerweile benötigen Teile der Elternschaft auch Unterstützung von der Grundschule, die wir gerne geben.“

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 23.06.2011

  

Schulalltag kennenlernen

„Tag der offenen Tür“ an der Grundschule Salzhemmendorf gut besucht

Salzhemmendorf J Der normale Schulalltag ist bei den betroffenen Eltern – sie waren schließlich auch selbst mal Schüler – meist ohne große Anteilnahme. Im Laufe der Jahre hat sich aber einiges geändert, was die Leitungen der Schulen immer mehr veranlasst, ihre Arbeit transparent zu machen. Dazu eignet sich am besten ein „Tag der offenen Tür“, um die Arbeit vorzustellen. In der Grundschule in Salzhemmendorf hatten die Eltern jetzt die Gelegenheit dazu, einmal einen „ganz normalen Schulalltag“ mitzuerleben. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Udo Zelck und zwei von den Grundschülern vorgetragenen Liedern, konnten die anwesenden Eltern sich in die Räumlichkeiten einreihen und bei den Unterrichten in Deutsch, Mathematik, Sport, Kunst, Musik, Englisch und Sachunterricht dabei sein.

„Da hat sich doch einiges im Gegensatz zu unserer Zeit verändert“, war die Meinung der Besucher. Spaß hat es aber allen gemacht, denn neben der Teilnahme am Unterricht sorgte der Elternverein für das leibliche Wohl, die Kinder verkauften selbstgebackene Waffeln. Den Abschluss bildete die bereits traditionelle Wasserschlacht, dem Sautreiben, zwischen den Viertklässlern und den Lehrerinnen und Lehrern.

 

 

aus: DEWEZET, 15.06.2011

Wasserschlacht zum Abschluss

Salzhemmendorf (red). Die Grundschule Salzhemmendorf stellt sich vor bei einem „Tag der offenen Tür“ und lädt dazu für den morgigen Donnerstag, 16. Juni, ein. Eigentlich müsste es „Tag des offenen Unterrichts“ heißen, denn das Besondere an diesem Aktionstag ist, dass die Besucher an den regulären Schulstunden teilnehmen können. Das gibt es sonst eigentlich nicht.

 

Beginn ist um 9.30 Uhr mit der Begrüßung und einem musikalischen Auftakt. Danach ist bis etwa 12.15 Uhr die Teilnahme am Unterricht möglich. Angeboten werden die verschiedenen Unterrichtsformen wie Buchstabenlernen an Stationen, Englisch in der zweiten Klasse, Arbeit mit dem Whiteboard, Musik, Sport, Mathematik und vieles mehr. Darüber hinaus führen „Scouts“ der vierten Klassen interessierte Besucher durch die Räume des Schulgebäudes. Der Elternverein sorgt für das leibliche Wohl; Waffeln werden in der Schulküche gebacken und von den Schülern verkauft. Für „Schnupperkinder“ steht ein Bastel- und Spielangebot bereit.

 

Den Abschluss bildet die traditionelle Wasserschlacht, das sogenannte „Sautreiben“. Hierbei treten die Viertklässler, die ihre Grundschule in Richtung weiterführender Schulen verlassen, gegen ihre Lehrer an.

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 08.06.2011

 

Die Grundschule stellt sich vor

Die Grundschule in Salzhemmendorf lädt für nächsten Donnerstag, 16. Juni, zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Eigentlich müsste es „Tag des offenen Unterrichts“ heißen, denn das Besondere an diesem Aktionstag ist, dass die Besucher am regulären Unterricht teilnehmen können. Das gibt es sonst eigentlich nicht.
Beginn ist um 9.30 Uhr mit der Begrüßung und einem musikalischen Auftakt. Danach ist bis etwa 12.15 Uhr die Teilnahme am Unterricht möglich. Angeboten werden die verschiedenen Unterrichtsformen wie Buchstabenlernen an Stationen, Englisch in der zweitren Klasse, Arbeit mit dem Whiteboard, Musik, Sport, Mathematik und vieles mehr. Darüber hinaus führen „Scouts“ der vierten Klassen interessierte Besucher durch die Räume des Schulgebäudes. Der Elternverein sorgt für das leibliche Wohl, Waffeln werden in der Schulküche gebacken und von den Schülern verkauft. Für „Schnupperkinder“ steht ein Bastel- und Spielangebot bereit. Den Abschluss bildet die traditionelle Wasserschlacht, dem sogenannten „Sautreiben“. Hier treten Viertklässler gegen ihre Lehrer an. Am nächsten Donnerstag können die Besucher am Unterricht teilnehmen.

 

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 10.03.2011

Schulkonzept beschlossen

Bürger starten Aufruf zum Bürgerbegehren / Fraktionen beziehen Stellung

Salzhemmendorf (gs/gre) - Das Grundschulkonzept des Flecken Salzhemmendorf ist am 3. März durch den Rat mit nur einer Gegenstimme beschlossen worden. Somit werden die Grundschulen Lauenstein und Wallensen mit Beginn des Schuljahres 2013 beziehungsweise 2015 geschlossen. Wenn in der Grundschule Oldendorf dauerhaft keine Zweizügigkeit vorgehalten werden kann, soll auch diese geschlossen werden. Doch dieser Beschluss stößt nicht überall auf Gegenliebe: Thomas Hampe, Jens Kottlarz und Udo Stenger starteten jetzt einen Aufruf zu einem Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheid. Sie fordern: „Im Zentralort Salzhemmendorf wird bis einschließlich 2018 keine neue dreizügige Grundschule gebaut. Die bei einem Grundschulneubau zu erwartenden Kosten von fünf Millionen Euro sind nicht auszugeben. Ebenso sind für diese neue Grundschule keine Kosten für Projektentwicklung und/oder Machbarkeitsstudie und/oder Planungskosten wie vom Rat beabsichtigt in Höhe von 25 000 Euro zu verausgaben.“

 

Aus diesem Grund sahen sich die Fraktionsvorsitzenden der Salzhemmendorfer Parteien gezwungen, noch einmal den Sachverhalt darzustellen. Übereinstimmend teilen Walter Kramer (SPD), Friedrich-Wilhelm Knust (CDU) und Helmut Schmiedekind (Bündnis 90/Grüne) mit: „Aufgrund der ständig abnehmenden Geburtenzahlen müssen wir uns auf der politischen Schiene natürlich darüber Gedanken machen, wie es mit unseren Grundschulen weitergehen soll. Es scheint sich der Gedanke breitgemacht zu haben, wir würden die drei Grundschulstandorte in Oldendorf, Lauenstein und Wallensen zugunsten Salzhemmendorfs schließen und in Salzhemmendorf einen Neubau erstellen. Das ist falsch und so nie beschlossen worden. Um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen, werden dazu in einer Studie erst einmal die Fakten zusammengestellt. In diesem Konzept werden für einen zentralen Standort eine Erweiterung der bestehenden Grundschule in Salzhemmendorf, eine Mitnutzung der KGS und ein Neubau abgewogen.“ Solch eine Machbarkeitsstudie wurde bei der Ratssitzung beschlossen.


„Unverständnis bei der Entscheidung für einen zentralen Standort einer Grundschule werden meist damit begründet, dass bei den anderen Standorten voll funktionstüchtige Gebäude vorhanden sind, die zum Teil in der jüngsten Zeit noch aufwändig saniert wurden. Die Sanierung und Instandhaltung ist bei bestehenden Objekten von uns gefordert. Schließlich können wir Sicherheitsvorschriften nicht deshalb außer Acht lassen, dass die Schulen in den nächsten Jahren geschlossen werden müssen. So sind Brandschutzmaßnahmen zwingend erforderlich und müssen kurzfristig umgesetzt werden. Wenn etwas passiert, möchten wir den Vorwurf nicht erleben, wir hätten hier auf Kosten der Kinder gespart. Deshalb sind für dieses Jahr im Finanzhaushalt auch etwa 235 000 Euro für Brandschutzmaßnahmen eingestellt“, teilen sie weiter mit.


Einig sind sich die Parteien und die Verwaltung, dass ein Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheid legitime Mittel der Bevölkerung sind, sich mit politischen Entscheidungen auseinanderzusetzen. „Beim Vorliegen einer Unterschriftenliste prüft die Verwaltung, ob die Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern abgegeben wurden. Danach wird noch eine rechtliche Prüfung durch die Kommunalaufsicht veranlasst. Ist alles rechtens, werden alle wahlberechtigten Bürger des Fleckens zur Abstimmung gerufen“, erklärt Clemens Pommerening von der Verwaltung.

 

 

aus: DEWEZET, 09.03.2011

"Bürgerbegehren ist eine Farce"

Salzhemmendorf (hen). Als „Farce“ bezeichnen die Rats-politiker von SPD, CDU und Grünen das Bürgerbegehren zu den Schulstandorten. Es sei grundsätzlich ein legitimes Mittel der Demokratie, müsse aber mit ehrlichen Mitteln erfolgen. Und im vorliegenden Fall seien inhaltlich sachliche Fehler zu Papier gebracht und in der Öffentlichkeit verteilt worden: „Das ist eine reine Wahlkampfmasche von Stenger“, sagt Walter Kramer, SPD-Fraktionsvorsitzender, und die Vertreter von CDU und Grünen, die gestern zu einer Pressekonferenz eingeladen hatten, pflichten ihm bei.


Wie berichtet, hat Udo Stenger (der BWG-Ratsherr stimmte als einziger gegen das Schulentwicklungskonzept) gemeinsam mit den Elternvertretern Thomas Hampe (Oldendorf) und Jens Kottlarz (Wallensen) ein Bürgerbegehren eingeleitet. Es soll folgenden Wortlaut haben: „Im Zentralort Salzhemmendorf wird bis einschließlich des Jahres 2018 keine neue dreizügige Grundschule gebaut. Die bei einem Grundschulneubau zu erwartenden Kosten von 5 Millionen Euro sind dafür nicht auszugeben. Ebenso sind für diese neue Grundschule keine Kosten für Projektentwicklung und/oder Machbarkeitsstudie und/oder Planungskosten, wie vom Gemeinderat beabsichtigt, in Höhe von 26 000 Euro zu verausgaben.“ In der Begründung des Textes heißt es unter anderem (nachzulesen auf Flyern, mit denen die Salzhemmendorfer über Bürgerbegehren und Bürgerentscheid informiert werden): „Wir Bürgerinnen und Bürger sind nicht damit einverstanden, dass auf der einen Seite für eine nach unserer Auffassung unsinnige Studie bis zu 25 000 Euro ausgegeben werden und auf der anderen Seite kein Geld für notwendige Brandschutzmaßnahmen in den Grundschulen bereitgestellt wird.“ Dazu stellt Kramer fest: „Der Rat hat gar nicht beschlossen, eine neue Schule zu bauen.“ Und CDU-Chef Friedrich-Wilhelm Knust belegt mit den Zahlen aus dem Haushaltsplanentwurf, der in der nächsten Ratssitzung am 24. März verabschiedet werden soll, dass insgesamt 239 500 Euro an allen vier Grundschulen für den Brandschutz eingeplant sind. Dem Vorwurf, es würde Geld in Schulen gesteckt, obwohl diese dann geschlossen würden, widerspricht Eckhard Füllberg (CDU): „In den Schulen wird noch einige Jahre unterrichtet. Das sind Sicherheitsauflagen, die wir erfüllen müssen.“ Karl-Heinz Grießner (SPD) weist darauf hin, dass die Gebäude auch später genutzt würden – wie, das seien alles noch Fragen, die geklärt werden müssen, wie es auch im Konzept nachzulesen sei. Überhaupt eine Studie in Auftrag zu geben, fuße auf dem Wunsch der Eltern, die Grundschule müsse eine Mensa haben, gut angebunden sein, über Turnhalle und Sportplatz verfügen – um eben diesen „besten Standort“ zu finden, werde die Studie benötigt. Zum Argument der Eltern, es könnten doch zwei Schulen erhalten bleiben, nämlich Oldendorf und Salzhemmendort, sagt Helmut Schmiedekind, Vorsitzender der Grünen: „Wir sind im Vorfeld zu der Überzeugung gekommen, dass Kombiklassen oder eine Zweizügigkeit pädagogisch nicht sinnvoll sind.“ Für zu erwartende Schülerzahlen von 200 – oder möglicherweise noch weniger – würde in der logischen Konsequenz nur eine Schule benötigt. Im vom Rat beschlossenen Konzept heißt es lediglich, dass eine Studie prüfen soll, ob die bisherige Grundschule Salzhemmendorf, eine Kooperation mit der KGS oder eben ein Neubau die sinnvollste Lösung sei. „Das ist ein laufender Prozess. Jeder einzelne weitere Schritt erfordert einen weiteren Ratsbeschluss“, verdeutlicht Grießner.


Friedrich-Wilhelm Knust distanziert sich des Weiteren von der Behauptung von Stenger, die der BWG-Ratsherr in einem Antrag für die nächste Ratssitzung in seiner Begründung aufstellt: Danach habe der CDU-Fraktionschef nach der letzten Sitzung „gegenüber den Schulelternratsvertretern erklärt, dass die Grundschule in Oldendorf langfristig nicht geschlossen wird und dass es auf keinen Fall einen Schulneubau im Zentralort Salzhemmendorf geben wird“. Knust entgegnet: „Wir haben einen Beschluss gefasst, und zu dem stehe ich.“ Wenn der Antrag auf den Tisch kommt, werde er sich entsprechend äußern. Einhellig äußern die Politiker den Verdacht, dass „Stenger die treibende Kraft für das Bürgerbegehren ist“. Und Füllberg weiß von einer „schweigenden Mehrheit in der Gemeinde, die sich nicht zu Wort meldet“. Der Ortsbürgermeister von Oldendorf sagt, dass die Politiker viel Zuspruch für das „vernünftige Konzept“ erhielten.


Wenn der Verwaltungsausschuss nach Vorlage von ausreichend Unterschriften (rund 800) über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entschieden und die Kommunalaufsicht die rechtlichen Fragen geklärt hat, muss innerhalb von drei Monaten der Bürgerentscheid erfolgen. „Das alles wird mindestens so viele Kosten verursachen wie die Machbarkeitsstudie“, fürchten die Politiker.

 

 

aus DEWEZET, 05.03.2011

Beschlossen: Künftig nur noch eine Schule

Salzhemmendorf (hen). Eine der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft der Schullandschaft des Fleckens Salzhemmendorf hat der Rat am Donnerstagabend im Parkcafé Lauenstein bei nur einer Gegenstimme von Udo Stenger (BWG) getroffen: Die Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis90/Die Grünen sowie Eckhard Renziehausen-Philipps (FWS) haben für ihr gemeinsam entwickeltes Schulentwicklungskonzept gestimmt. Damit ist die Schließung der Schulen in Lauenstein (2013), Wallensen (2015) und Oldendorf (2018) beschlossen. Danach soll es nur noch eine Grundschule am Kernort geben; sie „ist dreizügig, verfügt über beste räumliche Voraussetzungen für eine optimale, auch ganztägige Unterrichtsversorgung und Betreuung und ist aus allen Ortsteilen gut zu erreichen. Wenn die Dreizügigkeit gemeindeweit erreicht ist, soll diese Schule zur Verfügung stehen. Nach gegenwärtigen Prognosen wird die Dreizügigkeit spätestens 2018 erreicht.“ Wo genau in Salzhemmendorf diese Schule steht, soll eine Machbarkeitsstudie ermitteln.

 

Die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden bekannten noch einmal, es sich nicht leichtgemacht zu haben. Auch Bürgermeister Martin Kempe sagte eingangs, die Entscheidung über die künftige Entwicklung der Schulstandorte sei „ganz sicher kein Wunschthema“. Sie lasse sich aber „nicht immer wieder aufschieben, nur weil sie unbequem ist“. Kempe erinnerte an eine Studie zur demografischen Entwicklung, die Salzhemmendorf einen „dringenden Handlungsbedarf“ bezüglich der Grundschulstandorte bescheinigte. Bei der Deutlichkeit dieser Aussage sei er „doch zusammengezuckt, hier als einzige Kommune öffentlich genannt“ worden zu sein, „obwohl die Probleme mehr oder weniger im ganzen Land vorherrschen“.

 

 

CDU-Chef Friedrich-Wilhelm Knust nannte noch einmal die Fakten, aus denen auch nach Meinung der Politik Konsequenzen gezogen werden müssten: 600 Schülern Anfang der 1990er Jahre und aktuell 340 steht eine zu erwartende Zahl von 200 gegenüber – 2010 gab es nur noch 55 Geburten, Tendenz weiter sinkend. Wie die anderen, beteuerte Knust: „Ich bin seit 20 Jahren dabei – das ist eine der schwersten Entscheidungen des Rates.“

Breiten Raum nahm die Debatte nach dem Beschluss ein; wiederum wurde sie teilweise emotional geführt. Ratsvorsitzender Horst Wichmann (CDU) verwahrte sich im Namen aller gegen Unterstellungen von Udo Stenger (BWG), im Rat würden Demagogen am Tisch sitzen und es sei gekungelt worden.


Als eine „Demontage des Fleckens“ kritisierte Oliver Schönberg die Pläne. Dem Vorwurf des Oldendorfers, die Zukunft der Dörfer zu zerstören, hielt SPD-Chef Walter Kramer das Beispiel Osterwald entgegen: Dort gibt es bereits seit den 1970er Jahren keine Schule mehr – „aber in Osterwald werden mehr Kinder geboren“ als andernorts. Jens Kottlarz forderte ein Zukunftsforum ein. Immer wieder wurde die Frage aufgeworfen, wo denn die neue Schule angesiedelt sein solle, wenn doch der alte Standort zu klein, die KGS selbst nicht geeignet und ein Neubau Millionen kosten werde. Besonders unverständlich nannten dies einige Eltern vor dem Hintergrund, dass doch Oldendorf mit der vorhandenen Infrastruktur von Turnhalle und Sportplatz bestens ausgestattet sei, zumal die Schule gerade erst saniert wurde. Henning Schröder vom Schulvorstand Salzhemmendorf bekräftigte, nicht alle Eltern seien gegen das Konzept. „Die überwiegende Mehrheit der Einwohner in den Ortsteilen Salzhemmendorf, Hemmendorf und Lauenstein steht dahinter.“

 

Kommmentar

Ende und Anfang

Von Kerstin Hasewinkel

Alles auf Anfang: Der Ratsbeschluss zu den Schulschließungen markiert zwar ein Ende der Debatte darüber, wie viele Grundschulen es in naher Zukunft in Salzhemmendorf geben wird. Es ist aber eben nur ein vorläufiges Ende. Denn die eigentliche Arbeit fängt jetzt erst an. Bleibt zu hoffen, dass auch die Eltern, die jetzt noch den Kopf über den Beschluss schütteln, bei den ausstehenden Detailfragen trotz aller Emotionen engagiert mitarbeiten. Das Unverständnis darüber, warum (noch) gut funktionierende Schulen geschlossen werden sollen, ist nachvollziehbar. Aber auch, wenn die Mütter und Väter gerade das in Zweifel ziehen: Leicht hat es sich der Rat sicherlich nicht gemacht. Trotz der Wahl im September haben die Politiker Verantwortung übernommen und eine – unpopuläre – Entscheidung getroffen. Und die orientiert sich allein an einem nicht wegzudiskutierenden Fakt: den sinkenden Schülerzahlen. Die beste Schule ist sinnlos, wenn es nicht genug Kinder gibt.

 

 

 

aus DEWEZET, 03.02.2011

In der Schuldebatte sind die Wogen wieder geglättet

Salzhemmendorf (hen). In der Debatte um die Schulschließungen scheinen sich die Wogen in der Politik nach den Gesprächen am Dienstagabend wieder geglättet zu haben. „Die SPD-Fraktion hat sich darauf geeinigt, dass an dem vorliegenden Konzept festgehalten wird“, sagte Walter Kramer gestern auf Anfrage. Der Fraktionsvorsitzende hatte selbst an dem Treffen nicht teilgenommen, weil er krank ist.


Karl-Heinz Grießner, der den Stein ins Rollen gebracht hatte (wir berichteten), habe sich noch einmal erklärt – aber er, Kramer, gehe davon aus, dass „jetzt alle wissen, wo es langgehen soll und keine weiteren Irritationen auftreten werden“. Die Sozialdemokraten wollen das Konzept zur Zukunft der Schulstandorte „so durchziehen, wie es geplant war“. Das wollen auch die Grünen: „An dem Konzept soll, so wie es vorliegt, festgehalten werden“, sagte Fraktionsvorsitzender Helmut Schmiedekind. Der befürchtete Streit sei abgewendet worden. „Im Konzept steht ohnehin, wenn sich neue Gesichtspunkte ergeben, dann können wir nachjustieren“, sagt der Grünen-Chef.

Auch Grießner ist zur Mitarbeit bereit, „wenn sich die Mehrheitsgruppe darauf besinnt, was wir beschlossen haben“. Der Sozialdemokrat habe in der Fraktion seinen Standpunkt dargelegt in Sorge um die Gleichbehandlung aller Orte – „und das war nicht nur meine Meinung“.

Auch Eckhard Füllberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, die gemeinsam mit den Gruppenpartnern Grüne und Eckhard Renziehausen-Philipps (FWS) getagt hat, erklärt: „Wir halten an dem Konzept fest.“ Wenn Grießner etwas anderes in etwaige Äußerungen hineininterpretiert habe, sei das eben Grießners Sache. Es sei nicht darum gegangen, von dem Konzept, das die Grundschule Salzhemmendorf langfristig als alleinige Grundschule im Flecken vorsehe, abzuweichen. „Aber man wird ja wohl in der Diskussion noch mal Gedanken austauschen dürfen“, sagt Füllberg. Er wiederholte die Aussage, die er schon beim Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes gemacht hatte, es gehe um das Wohl aller Kinder der Gemeinde. Die Mehrheitsgruppe werde sich mit der SPD an einen Tisch setzen und die weitere Vorgehensweise besprechen, um dann auch eine gemeinsame Erklärung abzugeben.

Unterdessen meldet sich Udo Stenger (BWG) zum Antrag der SPD-Fraktion zu Wort, Geld für eine Machbarkeitsstudie zum Standort der Grundschule Salzhemmendorf im neuen Haushalt einzuplanen: „Der erste geistige Lichtblitz seit Langem.“ Nur, „dass denen nicht vorher aufgefallen ist“, dass ein solches Gutachten notwendig sei, „ist mir ein Rätsel“. Es hätte sehr viel früher erstellt werden müssen, meint Stenger, jetzt wird es sicherlich nicht vor der Sommerpause fertig“. Der Rat tage aber bereits im März abschließend zum Schulkonzept. Stenger: „Ich frage mich, wie ich im März entscheiden will, wenn ich parallel so ein Gutachten beantrage, das in die Haushaltsberatungen einfließt.“ Die Studie selbst hält der Ratsherr allerdings für richtig und gut: „Das ist die Grundlage, um überhaupt Entscheidungen zu treffen.“

 

 

 

aus DEWEZET, 18.01.2011

 

Eltern wehren sich gegen Abwerbungsvorwurf

Salzhemmendorf (hen). Bis zum 15. Januar hatte der Salzhemmendorfer Gemeinderat den Eltern Gelegenheit gegeben, eine Stellungnahme zum Grundschulentwicklungskonzept abzugeben. „Die Mehrheitsgruppe wird die Einwände jetzt prüfen“, sagt Helmut Schmiedekind (Grüne) auf Anfrage zur weiteren Vorgehensweise. Der Schulausschuss wird sich in seiner Sitzung am 23. Februar des Themas annehmen, bevor der Gemeinderat am 3. März endgültig über die Zukunft der Schulstandorte beschließen wird. Grundsätzlich werde die Zielvorstellung der einen Grundschule für den Flecken beibehalten.

 

Ausgangspunkt für die Schulschließungen – bekanntlich sollen drei der vier Grundschulen schrittweise bis 2018 geschlossen werden – sind die dramatisch zurückgehenden Schülerzahlen, und da seien die tatsächlichen Zahlen schon jetzt schlechter als die Prognosen. Im vergangenen Jahr hat es nur 52 Geburten gegeben; „wir können nur hoffen, dass wir nicht unter 50 absacken“, so Schmiedkind. Es laufe daher auf die eine dreizügige Grundschule im Kernort hinaus; es könne sogar sein, dass es nur eine zweizügige Schule werde. Oder auch eine zweizügige Grundschule an zwei Standorten, nämlich neben Salzhemmendorf in Oldendorf. „Es geht doch eigentlich um die Frage, wie lange wir Oldendorf halten können“, sagt der Grünen-Chef. Niemand wisse, was die Zukunft bringt: „Wenn Hameln die IGS und die Oberschule bekommt, wird das auch die KGS verändern.“


Für die SPD bekräftigt Walter Kramer, mit der Gruppe an einem Strang ziehen zu wollen: „Wir haben das gemeinsam angeschoben, wir werden das auch gemeinsam zu Ende bringen.“ Am heutigen Dienstag ist Fraktionssitzung, dann will man sich mit den Stellungnahmen auseinandersetzen. Am „Hauen und Stechen“ hinter den Kulissen möchte sich der SPD-Fraktionschef nicht beteiligen; er hofft, „dass wir den sachlichen Stil, den wir gefunden hatten, beibehalten können“. Grundsätzlich stehe Kramer zu dem, „was in dem Papier steht“. Auch die CDU will nun als nächstes die Stellungnahmen bewerten. Eckard Füllberg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, hofft, „dass wir Ratsvertreter dann auch den Mut haben, eine Entscheidung zu treffen“. Füllberg sagt, dass „in der ganzen Diskussion sehr viele Emotionen stecken“.


Unterdessen haben sich die betroffenen Eltern zu Wort gemeldet, deren Kinder statt in Lauenstein zur Schule nach Wallensen gehen. Der Leiter der Salzhemmendorfer Grundschule, Udo Zelck, hatte das kritisiert und von einer Abwerbung gesprochen. „Wir wehren uns gegen diesen Begriff, weil er den Eindruck erweckt, man sei auf uns zugegangen und habe uns – womöglich unter Versprechungen einer Gegenleistung – überredet, unsere Kinder aus der Schule in Lauenstein zu nehmen beziehungsweise dort gar nicht erst einzuschulen“, heißt es in einer Stellungnahme, die zehn Mütter und Väter unterzeichnet haben. Die Eltern bekräftigen, dass sie aus teils unterschiedlichen Motivationen selbst aktiv geworden sind. „Wir haben uns, nachdem wir uns über die Alternativen im Flecken informiert hatten, für Wallensen entschieden.“ Zugleich bedauern die Betroffenen, dass durch diese Entscheidung „Staub aufgewirbelt“ worden sei; „das hatten wir nie vor“. Die „hitzige Debatte, die leider auch einen Keil zwischen die Grundschulen des Fleckens treibt“, hätten sie nicht voraussehen können, da bereits einige Eltern zuvor ihre Kinder statt in Lauenstein in umliegenden Grundschulen angemeldet hätten, „ohne dass ihnen andere Gründe unterstellt wurden“. Sie alle hätten sich nur etwas anderes für ihre Kinder gewünscht als Lauenstein biete. Insgesamt hätten acht Kinder die Schule gewechselt; bei dieser Zahl müsse man sich „doch fragen, ob vielleicht etwas zu verbessern wäre“. Nach dem Weggang habe das Lauensteiner Kollegium einen offenen Brief an die Wallenser Schule geschickt; dieser Brief sei auch an den Rat gegangen. „Wir nehmen an, dass das Gerücht über die ,Abwerbung’ hier seinen Ursprung hat. Wir als Eltern haben damals nicht reagiert, um nicht Öl ins Feuer zu gießen“, schreiben die Eltern. Nun fürchten sie, sich erneut rechtfertigen zu müssen – „nicht zuletzt gegen den Vorwurf, durch den Schülerabzug eine vorzeitige Schließung der Lauensteiner Schule herbeigeführt zu haben“.

Fotomontage: Dana

 

 

 

 

aus DEWEZET, 13.01.2011

Diskussion um Schulpläne sorgt für Wirbel

Salzhemmendorf (hen/ll). Turbulent geht es hinter den Kulissen in der Schuldiskussion zu: Während nach außen die politischen Debatten zu ruhen scheinen, haben Stellungnahmen im Ratsinformationssystem Unruhe ausgelöst. Ratsmitglied Udo Stenger (BWG) jedenfalls empört sich darüber, dass die Verwaltung einen Brief von Udo Zelck, Leiter der Grundschule Salzhemmendorf, ins Intranet gestellt hat, in dem er eine Mutter namentlich nennt und – nach Stengers Meinung – kritisiert. „Ich hatte es nur gut gemeint“, hält Zelck dagegen, der sein Schreiben inzwischen abgeändert hat.

 

Der Schulleiter hatte eine schriftliche Anmerkung zur neu gegründeten Elterninitiative zum Grundschulentwicklungskonzept gemacht und darum gebeten, dieses Schreiben an die Ratsmitglieder weiterzuleiten. Er kritisiert darin, dass die Elternvertreter der Grundschule Salzhemmendorf keine Einladung beziehungsweise Hinweise zur Gründung der Elterninitiative bekommen hatten. „Gern hätten wir mitgearbeitet, weil zum ersten Mal die realistischen Rahmenbedingungen berücksichtigt wurden und nicht die Kritik an den einzelnen Grundschulen im Vordergrund stand“, schreibt der Schulleiter. Dann weist er darauf hin, dass eine Mutter Mitglied der Elterninitiative ist, aber ihre Kinder an der Grundschule Eldagsen eingeschult hat, „weil dort eine Hochbegabtenförderung angeboten wird“. Die gewählten Elternvertreter beziehungsweise Eltern der Grundschule Salzhemmendorf allerdings hatten keine Einflussmöglichkeiten auf die Stellungnahme gehabt – „es handelt sich also nicht um eine gemeinsame Stellungnahme“, unterstreicht Zelck, der den Wallenser Eltern mangelnde Kooperationsbereitschaft unterstellt.


In einem Anschreiben der Initiative an die Schule Salzhemmendorf habe es lediglich geheißen, „…wir gehen davon aus, dass wir Ihre Auffassung genau getroffen haben, wenn wir bis zum 10. Januar 2011 keine schriftliche Nachricht erhalten…“. Dazu Zelck: „Das erinnert eher an die Methoden eines Staubsaugervertreters, der seine Kunden unter Druck setzt. Eine gute Zusammenarbeit kann so nicht zustande kommen.“


Stenger kritisiert, dass Zelck die Mutter nach seiner Meinung direkt angegriffen hat: „Da beteiligt sich jemand, und dann wird er diffamiert. Damit tritt genau das ein, was befürchtet worden war.“ Außerdem gehöre es sich nicht, derartige Schreiben ins Intranet zu stellen. Dazu sagt Clemens Pommerening, Sprecher der Gemeindeverwaltung: „Es handelt sich hier um eine offene Meinungsbildung.“ Eingestellt würden alle Stellungnahmen zur Schuldiskussion – „wir stellen die ins System und prüfen die nicht“. Zu sehen seien die Schreiben ohnehin nur von den Ratsvertretern. Das Schreiben von Zelck enthält auch nach Pommerenings Meinung „nichts Beleidigendes“; er habe vielmehr den Unmut der Salzhemmendorfer Eltern zum Ausdruck bringen wollen, von der Initiative nicht gehört worden zu sein. Und zugleich sei der Eindruck erweckt worden, es handele sich um eine Stellungnahme aller Eltern.


Zelck geht noch weiter: „Wir können hier schon seit einem Jahr nicht mehr in Ruhe arbeiten.“ Die Eltern würden massiv beeinflusst. Hinter den Kulissen herrsche „ein Hauen und Stechen“; Kinder aus Lauenstein würden abgeworben von Wallensen mit dem Hinweis auf das dortige Ganztagsangebot. „Wir haben hier auch eine Betreuung bis 17 Uhr, aber wir laufen nicht durch die Gegend und machen Reklame“, so der Schulleiter, der einst auch in Wallensen die Schule führte. In seiner Zeit habe er versucht, dort einen jahrgangsübergreifenden Unterricht anzuschieben – „das haben die aber nicht weiterverfolgt. So hätte es eine stabile Schule werden können“, glaubt Zelck, der seine Anmerkung über die Mutter so erklärt: „Ich wollte ihr nur etwas Gutes tun, denn auch hier sollten wir eine Hochbegabtenförderung haben. Das geht aber nicht an einer Schule allein, sondern nur im Verbund.“ Entsprechende Gespräche würden bereits geführt.


Die Schulstandorte zu reduzieren, hält der Schulleiter, der im Sommer in den Ruhestand geht, für notwendig: „Es gibt einfach viel zu wenig Schüler.“ Das Konzept des Rates sei nicht erst jetzt geboren worden, sondern basiere auf einer seit Jahren geführten Diskussion. Die Landesschulbehörde hat im Übrigen mitgeteilt, gegen das Grundschulentwicklungskonzept des Fleckens bestünden keine Einwände.

 

 

aus Salzhemmendorf Aktuell. 25.11.201

 

Gemeinderat diskutiert Grundschulkonzept

Hoch her ging es auf der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag im Okal-Park Café. Grund hierfür war die Vorstellung des Grundschulentwicklungskonzepts. Wie bekannt sieht dieses die Schließung der Grundschulen Lauenstein (2013) und Wallensen (2015) vor sowie im Jahr 2018 die Schließung der Grundschule Oldendorf, sollte dort aufgrund der sinkenden Schülerzahlen auf Dauer keine Zweizügigkeit mehr vorgehalten werden können.

 

Schon vor Aufrufung des Tagesordnungspunktes nutzten einige der rund 60 – zu meist aus den Ortsteilen Wallensen und Oldendorf - erschienenden Eltern die Möglichkeit sich hierzu zu äußern. „Wir haben die Nase voll“, machte Jens Kottlarz vom Schulvorstand Wallensen in ungewohnt emotionaler Art und Weise seinem Ärger Luft und sprach damit vielen Wallensener Eltern aus dem Herzen.

 

Dietmar Müller (Die Grünen) stellte die von CDU, SPD und Grünen sowie Renziehausen-Philipps ausgearbeitete Leitlinie zum Schulkonzept vor, welches später von den anwesenden Ratsmit-gliedern mit nur einer Gegenstimme von Udo Stenger (BWG) angenommen wurde. Bis zum 15. Januar sollen nun die einzelnen Schulleitungen, Schulvorstände bzw. Elternräte eine Stellungnahme zum Konzept an die Verwaltung abgeben. Sollten sich hierbei grundlegende neue Aspekte ergeben, so würden diese in das vorliegende Konzept eingearbeitet, hieß es unisono von Politik und Verwaltung. Endgültig beschlossen werden soll das Schulkonzept dann in der ersten Ratssitzung des kommenden Jahres im Februar.

 

Auch in der anschließenden Einwohnerfragestunde wurde weiter gestritten. Die Gemeinderatsvertreter mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, kein geeignetes Konzept vorlegen zu können,das dem Trend des demografischen Wandels entgegensteuere. Dass dies nicht einzig ein Salzhemmendorfer Problem sei, sondern in allen Kommunen bestehe und sich in den kommenden Jahren noch weiter zuspitze werde, merkten sowohl Vertreter der SPD als auch CDU und Grüne an. Inhaltlich Neues hat die Debatte im Lauensteiner Park-Café nicht ans Tageslicht bringen können, wie der Ratsvorsitzende Horst Wichmann (CDU), der immer wieder schlichtend eingreifen musste, erkannte und auf die Möglichkeit der Stellungnahmen an die Verwaltung verwies.

 

Mit dem Schulkonzept anfreunden können sich die Schulleitungen und Elternvertretungen der Grundschulen Salzhemmendorf und Lauenstein, da dort die Zweizügigkeit einer Grundschule als das bessere pädagogische Konzept angesehen wird. Hier haben sich beide Seiten bereits an einen Tisch gesetzt, um die Umsetzung des Grundschulentwicklungskonzepts gemeinsam vorzubereiten.

 

 

aus: DEWEZET, 20.11.2010

Eltern lassen in der Schuldebatte Dampf ab

Salzhemmendorf (hen). Während am Vorabend in Lauenstein ruhig und sachlich diskutiert worden war, kochten am Donnerstag in den dreieinhalb Stunden Sitzung des Gemeinderates die Emotionen hoch: Schon vor Eintritt in die Tagesordnung nutzten etliche der insgesamt rund 80 Zuhörer die Möglichkeit, sich zum Grundschulentwicklungskonzept zu Wort zu melden. Und auch nachdem der Rat – nur gegen die Stimme von Udo Stenger (BWG) – diese Leitlinie, die die stufenweise Schließung von drei Schulen bis zum Jahr 2018 vorsieht, einhellig beschlossen hatte, wurde in der Einwohnerfragestunde heftig weitergestritten. „Wir haben die Nase voll“, machte Jens Kottlarz vom Schulvorstand Wallensen seinem Ärger Luft. Die Meinung der Eltern sei nicht gehört worden; von „Fußtritten“ und „Unverschämtheiten“ war die Rede. Kottlarz meinte, der künftig notwendige Transport der Kinder würde mehr Kosten verursachen als eingespart würde.

 

 

Argumente, die an diesem Abend öfter zu hören waren – ebenso wie die Sorge, dass die Ortschaften ihre Attraktivität einbüßen und damit „ausbluten“ würden. Ein weiterer Vater meinte, angesichts des demografischen Wandels hätte es vielmehr Aufgabe der Politik sein müssen, Konzepte zu entwickeln, wie man diesem Trend gegensteuern könne, „anstatt nur auf die Folgen zu reagieren“. Entgegnet wurde ihm, dass dies kein spezielles Salzhemmendorfer Problem sei. Auf den massiven Rückgang von Arbeitsplätzen folgte der Wegzug junger Familien; die Geburtenzahlen nehmen seit Jahren stetig ab. Die Eltern drehten den Spieß um: Gäbe es keine Grundschulen mehr in den Ortschaften, würde erst recht niemand mehr herziehen. „Wenn die jungen Leute weg sind, wer soll sich dann künftig um Euch Alte kümmern?“, so ein Ruf in Richtung Rat in Anspielung auf das Durchschnittsalter der Politik. Polemisch wurde auch Udo Stenger, der sich auf die Seite der Eltern geschlagen hatte und bekannte, „stolz darauf“ zu sein, nicht an dem „Grundschulbeerdigungskonzept“ mitgewirkt zu haben. „Wehren Sie sich“, forderte er „zu kreativem und kämpferischem Widerstand“ auf. Eine deutliche Warnung erging von Karl-Heinz Grießner (SPD) in Anspielung auf Stengers Zeiten als Gemeindechef: „Sie sollten vorsichtig sein, wenn Sie solchen Hokuspokus hier veranstalten.“


Der Rat wehrte sich gegen die Unterstellung, er habe sich keine Gedanken gemacht. Dietmar Müller (Grüne) protestierte: „Es gibt kein Copyright auf Kindeswohl, und ich trete auch keine Kinder und keine Eltern.“ Man habe nicht monatelang zusammengesessen, um zu überlegen, wie man Kindern das Leben schwermachen könne. Es sei sehr wohl Ziel der Politik, das Beste für die Kinder erreichen zu wollen – aber eben aller, die in der Gemeinde leben. Bislang werde von den Eltern nur ortsteilbezogen diskutiert, sagte Müller. „Das geht so nicht. Es sind nun mal nicht mehr Kinder!“ Der Rückgang der Schülerzahlen führt dazu, dass heute noch zweizügige Standorte einzügig werden und an den heute einzügigen Schulen eine Zweizügigkeit nicht wieder erreicht werden kann. Für den Einschulungsjahrgang 2015 werden für das gesamte Gemeindegebiet nur noch Schüler für drei Klassen prognostiziert.

Es handele sich um eine der weitreichendsten und schwierigsten Entscheidungen, „hier gibt es kein ,Augen zu und durch’“, sagte Müller. Es gebe jetzt acht Wochen Gelegenheit für Eltern und Schulen, ihre Anregungen und Wünsche in das Konzept mit einzubringen, bevor es in der ersten Ratssitzung des neuen Jahres endgültig beschlossen werde. Zunächst handele es sich um eine Leitlinie, an deren Ende eine langfristig bessere und stabilere Bildungssituation für die Kinder stehe. Sollte sich der Trend zurückgehender Kinderzahlen ändern, könnte auch das Konzept geändert werden. Für die Schule Salzhemmendorf distanzierte sich Henning Schröder von den Elternprotesten. Auch er halte eine Zweizügigkeit für das beste pädagogische Konzept. Das würden auch die Lauensteiner so sehen.

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 11.11.2010

 

 

Kinder kochen für Kinder

Ernährungsunterricht an der Grundschule Salzhemmendorf

Einen nicht alltäglichen Schulunterricht erlebten die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse in der Grundschule Salzhemmendorf. Statt Mathe, Deutsch oder Englisch stand in den letzten sieben Wochen die Ernährungsbildung immer mittwochs auf dem Stundenplan. In diesem Unterrichtskonzept, welches vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird, erlernen die Kinder den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten. Spielerisch lernen sie hierbei wichtige Küchentechniken, Hygieneregeln und die Ernährungspyramide kennen. Letztere veranschaulicht den Kindern, welche Lebensmitte in welchen Mengen täglich zu sich genommen werden sollten.

 

Mit viel Elan bereiteten die Kinder unter der fachmännischen Anleitung einer Ökotrofologin jede Woche ein anderes Essen zu. Vom lecker angerichteten Knabbergemüse, über Nudelsalat bis hin zum Kartoffelbrei oder Backofenkartoffeln standen die Drittklässler jede Woche vor einer neuen Herausforderung. Alle Kinder seien mit riesiger Begeisterung und Elan dabei, so die Klassenlehrerin Birgit Heuer und bedankt sich auch für die Unterstützung der engagierten Eltern, die jede Woche bei der Organisation und Durchführung des Kurses halfen. Aber nicht nur die Zubereitung wurde den Kindern vermittelt, sondern auch das Tischdecken und wichtige Benimmregeln am Tisch wurden den Kindern vermittelt. Und natürlich gehört auch das anschließende abwaschen dazu. Zum Abschluss des siebenwöchigen Kurses gehört auch eine theoretische und praktische Prüfung, so dass hierdurch nicht nur der sog. Ernährungsführerschein erreicht werden konnte, sondern die Ergebnisse der Prüfungen auch Berücksichtigung in den Schulnoten finden.

 

 

aus: DEWEZET, 11.11.2010

 

 

Schulschließung schmerzlich aber sinnvoll

Oldendorf (sto). Dass die Schülerzahlen sinken und die Schulen deshalb in die Einzügigkeit rutschen, wird von Eltern und Lehrern der Grundschule im Saaletal nicht in Abrede gestellt. Dass deshalb aber drei Grundschulen im Flecken Salzhemmendorf nach Plänen der Politik in einem Stufenplan von 2013 bis 2018 geschlossen werden und im Kernort zu einer großen Grundschule zusammengefasst werden sollen, halten sie nicht für sinnvoll. „In eine große Gemeinde wie Salzhemmendorf gehören mindestens zwei Grundschulen“, appellierte Oliver Schönberg, ein Vater, in der Sitzung des Ortsrats Oldendorf.

 

Bei nur einer Schule im Flecken hätten die Eltern keine Möglichkeit, selbst zu entscheiden, in welcher sie ihr Kind anmelden möchten. Diese Einschränkung könnte zur Folge haben, dass sich Eltern für eine Schule in einer anderen Gemeinde oder sogar in einem anderen Landkreis entschieden. Selbst im kleineren Coppenbrügge gebe es zwei Schulstandorte. Wie alle in der Sitzung anwesenden Eltern befürchtet Schönberg, dass Oldendorf ohne Schule nicht mehr „interessant“ sein könnte. Er glaube nicht, dass die Schule bei eventuell wieder steigender Schülerzahl nach dem Jahr 2018 wieder in Betrieb genommen werde. „Wenn die Schule erstmal weg ist, ist sie weg“, meint Schönberg.

Etwa 15 Vertreter aus der Elternschaft und des Lehrerkollegiums waren zur Ortsratssitzung, in der die Schließung der Schulstandorte auf der Tagesordnung stand, gekommen. Wider Erwarten ging es dabei nicht hoch her: Das Thema löste eine Diskussion aus, die jedoch im Großen und Ganzen sachlich blieb. „Wie es mit den Schülerzahlen nach 2018 bestellt ist, können wir alle nicht beurteilen“, sagte Eckhard Füllberg, der sich überrascht zeigte, dass nur so wenige Eltern anwesend waren. Fakt sei, dass es keine Alternative gebe zu dem Schulkonzept, das parteiübergreifend erarbeitet worden sei und nun vernünftig umgesetzt werden müsse. Das Thema Schulschließung sei schon seit vielen Jahren im Gespräch. Wegen der sinkenden Schülerzahlen bestehe aber nun ein dringender Handlungsbedarf, argumentierte der Ortsbürgermeister. „Durch das Grundschulentwicklungskonzept wird unserer Schule nichts weggenommen. Der Trend in die Einzügigkeit resultiert einzig und allein aus der demografischen Entwicklung in unseren schulbezogenen Einzugsgebieten“, sagt Schulleiter Hans-Werner Ahrens. Politische, ökonomische und pädagogische Gründe würden dafür sprechen, bei sinkenden Schülerzahlen eine gut ausgelastete, dreizügige Grundschule einzurichten. Dieser Schritt sei für die betroffenen Schulen zwar schmerzlich, aber objektiv betrachtet durchaus sinnvoll. Für sinnvoll halte er auch, dass für die Übergangszeit zwei Grundschulen (Salzhemmendorf und Oldendorf) angestrebt werden. Er appellierte jedoch, auf ein taktisches Verteilen zu achten und die verbleibenden Schulen so lange wie möglich zu optimieren


Über die Schulschließungen soll in der ersten Ratssitzung 2011 beschlossen werden, sagte Dietmar Müller, Mitglied des Schulausschusses. Offiziell eingebracht wird das Konzept im Rat am Donnerstag, 18. November. Einen Tag zuvor tagt der Ortsrat Lauenstein zum Thema.

 

 

aus: DEWEZET, 04.11.2010

 

 

25 Jahre Unterstützung für die Grundschule Salzhemmendorf

Salzhemmendorf (gök). Selbst ein Mitglied des Gründungsvorstands des Elternvereins der Grundschule Salzhemmendorf war anwesend, als dieser nun sein 25-jähriges Bestehen mit der Einweihung des neuen Schulhofes feierte. Im Mittelpunkt standen dabei jedoch die Kinder. Das machte schon das Motto der Veranstaltung „Die Kinder erobern ihren Schulhof“ deutlich. Im offiziellen Teil dankte vor allen Dingen Schulleiter Udo Zelck dem Verein für die jahrelange Unterstützung. Zahlreiche Projekte, wie die Schulküche, der Brennofen, die Tonanlage oder der Computerraum konnte erst mithilfe des Elternvereins verwirklicht werden.


Das letzte große Projekt war nun die Umgestaltung des Schulhofes, wofür auch einige Studenten zur Planung gewonnen werden konnten. Hierfür brachte der Elternverein 12 000 Euro auf, die in die neuen Spielgeräte investiert wurden. 5000 Euro steuerte die Gemeinde dazu, indem der Bauhof die Erdarbeiten erledigte und die Geräte montierte. Als Koordinator tat sich Günter Eickhoff hervor, der immer wieder mit Rat und Tat zur Stelle war, als der große Sandkasten gebaut wurde. Natürlich fehlte auch nicht die Hilfe von örtlichen Handwerkern, die großzügig auf viele Kosten verzichteten.

 

 

 

Neben der Rutsche wurden unter anderem der dazugehörige Kletterturm, ein großes Klettergerüst und eine neue Nestschaukel installiert. Lediglich am Klettergerüst hatte Udo Zelck etwas Angst, dass Kinder abstürzen könnten, und stellte sich gleich als Aufsichtsperson zur Verfügung, als der Schulhof von der Elternvereinsvorsitzenden Christina Müller und Ortsbürgermeister Lutz Hesse eröffnet wurde. Für das von der Sparkasse Weserbergland finanzierte Außenklassenzimmer soll im nächsten Jahr noch ein Sonnensegel angeschafft werden, damit die Kinder keinen Sonnenbrand erleiden und nicht geblendet werden, sondern sich voll auf den Unterricht konzentrieren können.


Die Schulhoferneuerung soll mit einer kleinen Arena komplettiert werden. Der alte Fußballplatz soll ein zweites Tor und eine Tribüne bekommen. Die in der Planung beteiligten Studenten sehen in ihrem Entwurf dafür eine kleine Arena nach dem Vorbild eines römischen Amphitheaters vor. Der Elternverein mit seinen 83 Mitgliedern hofft nun, dass mit Unterstützung weiterer Sponsoren auch dieser Plan verwirklicht werden kann. Bereits bei der Schulinspektion hinterließen die Prüfer vom Kultusministerium den prägenden Satz „fangen sie einfach an“.


Beim Rückblick auf die Geschichte des Elternvereins wurden auch engagierte Eltern geehrt. Besonders diejenigen, die die Aktion „Laufbus“ maßgeblich angeregt hatten. Mütter und Väter wie etwa Daniela Hasse aus Salzhemmendorf begleiten ihre Kinder seitdem abwechselnd von sechs Haltestellen in ganz Salzhemmendorf Richtung Schule und Mittags zurück. Damit sorgen sie für mehr Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg und die Kinder lernen täglich neu, sich auch an die Verkehrsregeln zu halten. Die Eltern wechseln sich in einem festen Dienstplan in der Woche ab und leisten damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz, zur Fitness der Kinder und zur Verkehrsreduzierung am Schulgelände.

 

 

aus Salzhemmendorf Aktuell, 14.10.2010

 

 

Umgebauter Schulhof wurde eingeweiht

Stolz konnten der Schulleiter der Grundschule Salzhemmendorf Udo Zelck und die Vorsitzende des Elternvereins Christina Müller gleich in doppelt Hinsicht sein. Zum einen feiert der Elternverein in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen, zum anderen konnte der komplett umgestaltete Schulhof endlich eingeweiht werden.

 

In den zurückliegenden 16 Monaten wurde der Schulhof der Grundschule sukzessive umgebaut. Nachdem bereits im Sommer letzten Jahres unter zupackender Hilfe der engagierten Eltern ein neuer großer Sandkasten entstanden ist, konnte neben einer neuen Rutsche nebst dazugehörigem Kletterturm nun auch ein großes Klettergerüst und eine neue Nestschaukel für die Kinder freigegeben werden. Mit mehr als 12.000 Euro trägt der Elternverein die Hauptlast der angefallenen Kosten, weitere 5.000 Euro steuerte die Gemeinde  hinzu. Das ebenfalls fertig  gestellte  und  von der     Sparkasse      Weserbergland

 

 

finanzierte Aussenklassenzimmer erhält im kommenden Jahr noch ein Sonnensegel, so dass zum kommenden Frühjahr auch hier unbeschwert unterrichtet werden kann.

Doch bevor die Kinder bei strahlendem Sonnenschein Besitz vom neuen Schulhof ergreifen durften, blickten Zelck und Müller im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der gut gefüllten Turnhalle zurück auf 25 Jahre Elternverein der Grundschule Salzhemmendorf. Ob die Anschaffung von neuen Turngeräten, die Ausstattung des Medienraumes, die Durchführung der Verkaufsaktionen auf dem Wochenmarkt oder der vor einigen Jahren eingerichtete, täglich geöffnete Schulkiosk – der Elternverein ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Grundschule Salzhemmendorf. Das nächste Vorhaben wurde auch schon fest ins Visier genommen: Der Fußballplatz soll komplett erneuert werden und mit einem zweiten Tor und einer kleinen Tribüne ausgestattet werden. Hierfür übergab Ortsbürgermeister Lutz Hesse eine symbolische Anschubfinanzierung, denn die Erweiterung des Schulhofes kommt nicht nur den Schulkindern zu Gute, sondern allen Kindern des Ortes, da der Schulhof nachmittags als öffentlicher Spielplatz freigegeben ist.

 

 

aus DEWEZET, 08.10.2010

 

Erst wird vorgelesen, dann zusammen gegessen 

Um ihre Augen sei es schlecht bestellt. „Gesichter kann ich nicht mehr richtig erkennen, und mit dem Lesen ist es ganz aus“, sagt Anneliese Knodel. Gern habe sie sich früher Illustrierte angeschaut und die Tageszeitung gelesen. Alles vorbei. Umso mehr freut sich die 77-Jährige auf einen besonderen Besuch, der regelmäßig ins Seniorenheim kommt, um ihr und weiteren Bewohnern der „Parkresidenz“ das Weltgeschehen ein wenig näherzubringen. Einmal in der Woche lesen jeweils vier Viertklässler der Grundschule Salzhemmendorf den alten Leuten aus der Dewezet vor.

Anneliese Knodels Vorleser waren kürzlich Janette (11) und Tim (9). Von ihnen erfuhr sie beispielsweise vom Hochwasser in Sachsen und von der bevorstehenden Rettung der seit Wochen verschütteten Minenarbeiter in Chile. „Es ist lieb von den Kindern, dass sie sich für uns alte Menschen ein wenig Zeit nehmen“, freut sich die Seniorin. Anschließend wird über das Gelesene gesprochen. Nach und nach, wenn die Hemmschwelle überwunden ist, fließt auch Persönliches in die Unterhaltung ein.

„Mir gefällt der Besuch im Alteheim sehr gut, deshalb habe ich mich für das Projekt gemeldet“, sagt Tim aus der vierten Klasse. Auch seitens der Heimleitung wird der regelmäßige Besuch der Schüler als äußerst positiv bewertet. „Das Projekt führt Jung und Alt zusammen und baut ein gutes Miteinander auf“, meint Heimleiter Ulrich Stiels. Auch mit dem Kindergarten und der Schule am Kanstein werde kooperiert.

Das Projekt im Rahmen der Leseförderung wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen. Es wird betreut von Christina Müller. Sie wählt die Zeitungsberichte aus und begleitet die „texterprobten“ Schüler ins Seniorenheim. „Für eine Schulstunde werden die jeweiligen Schüler vom Unterricht freigestellt“, erzählt die pädagogische Mitarbeiterin der Schule. Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig. Ebenso an dem „Lesepatenprojekt“, das von Schülern der dritten und vierten Klassen in der benachbarten Kindertagesstätte durchgeführt wird. Die Schüler lesen den „Kan-steinzwergen“ aus einem Kinderbuch vor und sprechen mit ihnen über den Inhalt.

Der Kontakt zum Seniorenheim als Kooperationspartner der Schule besteht sogar über das Lesen hinaus. Seit Einrichtung der Ganztagsschule im Sommer 2009 essen an den Schultagen etwa 15 bis 26 Kinder der ersten bis vierten Klassen zu Mittag in der Parkresidenz. Anschließend geht es zur Nachmittagsbetreuung zurück in die Schule. „Wegen der großen Nachfrage haben wir ab dem 1. Oktober unsere Ganztagsbetreuung von montags bis donnerstags auf 17 Uhr erweitert“, so Udo Zelck. Von den 118 Schülern der Grundschule nutzen etwa 46 die Ganztagsbetreuung. Neu sei außerdem der Nachhilfeunterricht.

 

 

aus Salzhemmendorf Aktuell, 23.09.2010

Schulen sollen geschlossen werden

Das Grundschulentwicklungskonzept steht / Lauenstein, Wallensen und Oldendorf auf Streichliste

Jetzt ist es offiziell: In den nächsten Jahren sollen drei Grundschulstandorte im Flecken Salzhemmendorf geschlossen werden – in der Reihenfolge Lauenstein, Wallensen und Oldendorf. Das teilte die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grüne, FWS und der SPD-Fraktion im Gemeinderat der „Salzhemmendorf aktuell“ gestern mit. Aus dem Grundschulentwicklungskonzept ergibt sich folgender Zeitplan: „Die Grundschule Lauenstein stellt ihren Unterrichtsbetrieb mit Beginn der Sommerferien 2013 ein, die Grundschule Wallensen mit Beginn der Sommerferien 2015. Sollte die Grundschule Oldendorf dauerhaft keine Zweizügigkeit vorhalten können, soll auch sie zu Beginn der Sommerferien 2018 geschlossen werden.

 

„Die Schließung einer Grundschule kann zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, wenn die Betroffenen dies übereinstimmend wünschen und die Räumlichkeiten der aufnehmenden Schule dies zulassen oder wenn bereits vor dem genannten Zeitpunkt die Einzügigkeit nicht mehr gegeben ist“, teilt die Gruppe mit. Weil Schulwechsel während des laufenden Grundschulbesuchs durch mehrfache Veränderungen der Schulbezirke vermieden werden sollen, soll die Aufnahme der Kinder aus den zu schließenden Schulen in Salzhemmendorf erfolgen. Die vorübergehende Zuständigkeit der Oldendorfer Schule für Kinder aus Wallensen oder Lauenstein ist nicht gewollt.

 

Bei der Planung des konkreten Ablaufs der Schließung der Grundschulen sollen die Betroffenen einbezogen werden. An allen vier Standorten soll die Verwaltung die Schulelternvertreter, interessierte Eltern, den Schulvorstand, die Personalvertretungen sowie die Leitungen und Elternvertretungen der regional betroffenen Kindertageseinrichtung zu einer Informationsveranstaltung einladen. Ziel ist die Information über dieses Grundschulkonzept und die Beteiligung der Betroffenen an der konkreten Umsetzung. Für die zu schließenden Standorte sollen rechtzeitig alternative Nachnutzungsmöglichkeiten untersucht werden. Zur Umsetzung des Grundschulkonzeptes erhält die Verwaltung den Auftrag, einen Stufenplan zu entwickeln – zur Entscheidung durch den Rat und zur Beratung mit der Landesschulbehörde. „In Folge der demographischen Veränderungen nimmt die Zahl Salzhemmendorfer Kinder im Grundschulalter in den bereits geborenen Jahrgängen und nach gesicherten Prognosen darüber hinaus gehend in den nächsten Jahren drastisch ab“, begründet die Gruppe das Konzept.

 

Salzhemmendorf verfügt derzeit über vier Grundschulstandorte: Schon die gesicherten Geburtenzahlen würden für den Einschulungsjahrgang 2015 für das gesamte Gemeindegebiet nur noch die Schülerzahl von drei Klassen ausweisen. Zentrale Maßnahme dieses Grundschulkonzeptes ist die Zusammenlegung und damit die Reduzierung der Grundschulstandorte im Flecken, obwohl die „infrastrukturelle und identitätsfördernde“ Bedeutung einer eigenen Schule insbesondere in Ortsteilen mit Randlage gesehen wird.

 

Dass Standorte geschlossen werden müssen, wird ausdrücklich von der politischen Gruppe bedauert, hebt aber die Vorteile einer Gemeinde-Grundschule hervor, die mit einer besseren Lehrer- und Unterrichtsversorgung, einheitlichem pädagogischen Konzept und optimaler räumlicher Ausstattung allen Salzhemmendorfer Grundschulkindern dauerhaft „beste und gleiche Chancen“ bieten könne. An allen vier Grundschulstandorten seien kurz- und mittelfristig erhebliche Investitionen erforderlich. Es wäre nicht nachvollziehbar diese – der Gemeinde insgesamt nicht möglichen – Investitionen an allen Standorten zu tätigen, wenn gleichzeitig klar abzusehen ist, dass nicht alle Standorte erhalten werden können, heißt es.

 

Die Gruppe stellt sich vor, dass eine künftige dreizügige Grundschule Salzhemmendorf eingerichtet werden soll, die über beste räumliche Voraussetzungen für eine optimale und ganztägige Unterrichtsversorgung und Betreuung verfügt und aus allen Ortsteilen gut zu erreichen ist.

 

Das Grundschulentwicklungskonzept soll vom Rat des Fleckens Salzhemmendorf während der nächsten Sitzung Ende Oktober beschlossen werden.

 

 

aus: DEWEZET, 23.09.2010

 

 

Am Ende bleibt nur noch eine Grundschule übrig

Es sei wahrlich kein Jubelpapier, doch in dem fraktionsübergreifend erarbeiteten Konzept erkennt Dietmar Müller (Grüne) auch Chancen für eine deutliche Verbesserung der Schulsituation im Flecken. Dass Standorte geschlossen werden müssen, „wird ausdrücklich bedauert“. Allerdings: Ausgehend von dem dramatischen Rückgang der Schülerzahlen bei gleichzeitig hohen Investitionen, die an allen vier Schulen abzusehen sind, sah sich die Politik zum Handeln gezwungen.
Nach einigen, auch in der Ratssitzung teils emotional geführten Debatten, haben die Gruppe CDU/Grüne/Renziehausen-Philipps und die SPD-Fraktion einen gemeinsamen Entwurf erarbeitet, der die bereits ins Gespräch gebrachte Schließung der Schulen in den Ortsteilen beinhaltet. Danach soll es nur noch eine gemeinsame Grundschule im Kernort geben.

„Entsprechend der Entwicklung der Grundschülerzahlen in der Gemeinde werden drei Grundschulstandorte geschlossen in der Reihenfolge Lauenstein, Wallensen und Oldendorf“, heißt es in dem Papier, mit dem die Verwaltung – nach entsprechendem Beschluss in einer Ratssitzung Ende Oktober/Anfang November – beauftragt werden soll, die Details auszuarbeiten und das Ziel umzusetzen. Und dieses Ziel lautet: „Die künftige Grundschule Salzhemmendorf ist dreizügig, verfügt über beste räumliche Voraussetzungen für eine optimale auch ganztätige Unterrichtsversorgung und Betreuung und ist aus allen Ortsteilen gut zu erreichen. Wenn die Dreizügigkeit gemeindeweit erreicht ist, soll diese Schule zur Verfügung stehen. Nach gegenwärtigen Prognosen wird die Dreizügigkeit spätestens 2018 erreicht.“ Die Politik hält zwei Szenarien für möglich, wo die eine gemeinsame Grundschule im Kernort stehen wird. Für die Umsetzung am derzeitigen Standort der Salzhemmendorfer Grundschule werde zu prüfen sein, „ob und wie die erforderlichen Rahmenbedingungen für den beschriebenen dreizügigen Schulbetrieb realisiert werden können oder ob ein Alternativstandort im Zentralort sinnvoller und wirtschaftlicher sein kann“. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit der Kooperativen Gesamtschule, die sich auch aus des in Folge des demografischen Wandels zu erwartenden Rückgangs der Schülerzahlen an der KGS und die dort mit Sport- und Schwimmhalle sowie Busanbindung vorhandene Infrastruktur ergeben würde. „Trotz angestrebter Zusammenarbeit mit der KGS muss der zentrale Grundschulstandort den Charakter einer eigenständigen überschaubaren Schule haben“, heißt es in dem Konzept.

Ausdrücklich betont Müller, er hoffe, „dass sich die engagierten Leute vor Ort nicht vor den Kopf gestoßen fühlen“, und meint damit die Eltern, die sich an ihren jeweiligen Schulen mit hohem freiwilligen Einsatz für Schulhofgestaltung, pädagogische Konzepte oder die Realisierung von Ganztagseinrichtungen starkgemacht haben. Der Gemeinderat habe eine Gesamtverantwortung für Kinder und Eltern in allen Ortsteilen und über die aktuellen Gegebenheiten hinaus, heißt es in der Begründung für die Pläne.

Karl-Heinz Grießner (SPD), der neben Dietmar Müller, Walter Kramer und Friedrich-Wilhelm Knust (CDU) zu denen gehörte, die die Pläne gestern der Dewezet vorstellten, weiß als Ortsbürgermeister von Wallensen nur zu gut, dass der Weg kein leichter sein wird, er aber unumgänglich sei. Umso wichtiger, dass er gemeinsam gegangen werde – und damit meinen die Politiker nicht nur über die Fraktionsgrenzen hinaus, sondern auch unter Einbeziehung der Eltern und Lehrer. Es sei ein Zeitplan entwickelt worden, der ausreichend Spielraum lasse für die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Eltern und Kollegien in den betroffenen Ortsteilen: „Die Schließung einer Grundschule könne auch zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, wenn die Betroffenen dies übereinstimmend wünschen und die Räumlichkeiten der aufnehmenden Schule dies zulassen oder wenn bereits vor dem genannten Zeitpunkt die Einzügigkeit nicht mehr gegeben ist.“ Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Die Grundschule Lauenstein stellt ihren Unterrichtsbetrieb mit Beginn der Sommerferien 2013 ein; die Grundschule Wallensen mit Beginn der Sommerferien 2015. Die Grundschule Oldendorf soll geschlossen werden, wenn die Zweizügigkeit dauerhaft nicht mehr gewährleistet ist; die Einstellung des Unterrichtsbetriebes mit Beginn der Sommerferien 2018 ist beabsichtigt.

Niemand müsse befürchten, dass notwendige Reparaturarbeiten in den Schulen nun nicht mehr erfolgen – „es handelt sich schließlich nicht um einen Grundschul-Beerdigungskatalog“. Die Gebäude würden ja später auch genutzt. Wie – auch das wird noch zu klären sein. Bei der Planung des konkreten Ablaufs der Schließungen sollen die Betroffenen einbezogen werden. Dazu wird es auch Informationsveranstaltungen geben.

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 02.09.2010

Verlängerung der Ganztagsbetreuung in Salzhemmendorf

Zum 01. Oktober verlängert die Grundschule Salzhemmendorf die Ganztagsbetreuung von Montag bis Donnerstag bis 17 Uhr. „Nach einem Jahr Erfahrung mit der offenen Ganztagsschule, haben wir uns dazu entschlossen das Angebot sukzessive auszubauen“, so Schulleiter Udo Zelck. Eltern haben somit die Möglichkeit Ihre Kinder künftig bis zum späten Nachmittag kostenlos in den Räumen der Grundschule betreuen zu lassen. Die längeren Betreuungszeiten werden durch Umschichtungen im Stundenplan sowie durch eine neue zusätzliche Honorarkraft gewährleistet. Freitags bleibt die Betreuung aufgrund der geringeren Nachfrage weiterhin nur bis 15.30 Uhr bestehen.

 

Eltern die Interesse am neuen Angebot haben, sollten Ihre Kinder über die Klassenlehrer oder im Sekretariat hierzu anmelden.

 

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 05.08.2010

Ein Jahr offene Ganztagsschule in Salzhemmendorf

Salzhemmendorf (gs) - Bisher war es üblich, dass "Schule" am frühen Nachmittag endet. Die Angebote einer "Ganztagsschule" laufen dagegen bis in den Nachmittag hinein. Es geht dabei aber nicht um eine Verlängerung des Unterrichts, sondern um einen anders gestalteten Unterricht. Dazu sollen Freizeitaktivitäten den Nachmittag für die Schüler attraktiver gestalten.

 

Seit dem Schuljahr 2009/2010 ist die Grundschule in Salzhemmendorf vom Land Niedersachsen als erste Schule im Flecken Salzhemmendorf zur "Offenen Gesamtschule" ernannt worden. Das heißt, dass alle Schülerinnen und Schüler das zusätzliche Schulangebot von 13 bis 15 Uhr kostenlos nutzen können. Lediglich für das Mittagsessen muss ein Unkostenbeitrag entrichtet werden. Damit kann die Grundschule zu diesem Schuljahresbeginn auch das "Einjährige Bestehen der offenen Gesamtschule" feiern.

 

"Schule soll mehr als nur Bildungseinrichtung sein, sie soll Spaß machen und so ein wichtiger Bereich des Lebens für die Schülerinnen und Schüler werden", meint Schulleiter Udo Zelck. Dabei eröffnet die Ganztagsschule Schülern und Lehrern auch neue Möglichkeiten - Schüler mit Lernschwierigkeitren können besser und intensiver gefördert werden, gleiches gilt natürlich auch für leistungsstarke Schüler. Um den Kindern möglichst viele Aktionen bieten zu können, wurden Kooperationspartner gesucht und gefunden. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindejugendpflege, dem Sportverein BW Salzhemmendorf, sowie dem Seniorenheim "Parkresidenz", wo die Kinder ihr Mittagsessen einehmen können, läuft ausgezeichnet

 

Das vielfältige Programm am Nachmittag, bietet den Schülern die Möglichkeit, günstig an außergewöhnlichen Angeboten teilnehmen zu können. Neu ist ab diesem Jahr auch die Erweiterung auf den Freitagnachmittag. Bisher wurde von montags bis donnerstags das Angebot durch die Kooperationspartner (z.B. Spielen, Tanzen, Fussball, Töpfern) abgedeckt, den Freitag übernimmt jetzt in Eigenregie die Schule, die Leitung hat Gerhild Appold. In den Sommerferien wurde jetzt ein sogenanntes "Außenklassenzimmer" in Zusammenarbeit zwischen dem Bauhof des Fleckens und dem Förderverein so gut wie fertiggestellt. Es bekommt noch ein Dach oder Sonnensegel und wird mit Tischen und Stühlen ausgestattet.

 

Als nächste Baumaßnahme steht jetzt noch der Umbau der Kellerräume an. Hier müssen dringend Räume für den Ganztagsbereich geschaffen werden. Wer sich über sämtliche Neuigkeiten und aktuellen Geschehnisse rund um den Schulbetrieb informieren möchte, hat dazu die Gelegenheit über die homepage der Schule: www.grundschule-salzhemmendorf.de

 

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 24.06.2010

Grundschüler als Marktbeschicker 

Vor einem Jahr haben die Viertklässler der Grundschule Salzhemmendorf das erste Mal auf dem örtlichen Wochenmarkt Erfahrungen als Marktbeschicker sammeln dürfen. In diesem Jahr wurde mit dem Leiter des Wochenmarktes Horst Wichmann der letzte Mittwoch vor der Zeugnisausgabe ausgewählt an dem die diesjährigen Viertklässler verschiedene selbstgezüchtete Pflanzen und handgefertigte Drahtfiguren auf dem Markt am Rathaus verkaufen durften. Darüber hinaus wurden frisch gebackene Waffeln angeboten.

 

Gesät wurden die Pflanzen von den Kindern der täglichen Frühbetreuung, die es im Rahmen der verlässlichen Grundschule in Salzhemmendorf gibt. Diese übernehmen auch die Pflege der Pflanzen bis zum Markttag. Zusätzlich spendeten Eltern und Großeltern Staudenableger aus den heimischen Gärten. Die Marktbesucher erfreuten sich aber auch an einem Märchenquiz, bei denen sie Waffeln und Sonnenblumen gewinnen konnten sowie an einer Gesangsvorführung der Kinder unter der Leitung von Frau Froböse.

 

Der Erlös in Höhe von 426 Euro fließt in vollem Umfang in die Erneuerung des Schulhofes der Grundschule Salzhemmendorf. Dieser wird seit Anfang 2009 sukzessive umgestaltet. Die Arbeiten hierfür werden vorwiegend aus den Mitteln des Elternfördervereins und aus Überschüssen aus anderen Aktionen, wie z.B. der letztjährigen Talentversteigerung oder Sponsorenolympiade finanziert. Somit erstrahlt neben dem kompletten Gebäude, welches ja gerade erst komplett energetisch saniert wurde auch der Schulhof nach und nach in neuem Glanz.

 

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell, 17.06.2010

Die Kinderbuchautorin Ursel Scheffler liest an der Grundschule Salzhemmendorf

„Gedanken muss man festbinden, sonst fliegen sie weg!“ Diesen Satz nannte die bekannte Autorin, die aus Hamburg ins Weserbergland gereist war, als einen der Gründe für ihren Beruf. Die Schriftstellerin gestaltete jede der drei Lesungen passend für die jeweilige Altersgruppe. So las sie für die jüngeren Schüler und die zukünftigen Erstklässler des Kindergartens „Kansteinzwerge“ einige Geschichten aus der bekannten „Paula-Reihe“ („Paula und der Sonntagshund“ und – passend zur WM – „Paula mag Fußball“). Sie begeisterte damit die Grundschulkinder, die schon während der vorangegangenen Lesetage selbst eine erste kleine Lektüre der Autorin gelesen hatten.

 

 

Um zu zeigen, dass man mit Hilfe der Phantasie etwas ganz Neues schaffen kann, „erfand“ Frau Scheffler gemeinsam mit den Kindern ein eigenes kleines Monster, das den Rest der Lesung auf dem Knie der Klassenlehrerin sitzend verbringen durfte die Erstklässler konnten das Monster anschließend sogar haarklein malen!


Aber natürlich durfte auch Kommissar Kugelblitz – nach eigener Aussage der „drittwichtigste Mann“ in Frau Schefflers Leben – an diesem Vormittag nicht fehlen. Die etwas älteren Kinder wurden durch gezielte Nachfragen zum intensiven Zuhören und zum Mitdenken animiert, um die Ratekrimis selbst zu lösen. Diese Altersstufe hatte sich an den vorangegangenen Schultagen im Internet über die Autorin informiert. Die notierten Fragen wurden alle von der Schriftstellerin geduldig beantwortet. Natürlich endete jede Lesung mit einer kleinen „Autogrammstunde“, in der sich die Schülerinnen und Schüler stolz ihre mitgebrachten Bücher signieren lassen konnten. 

                                                                                                                                      

 

 

aus: DEWEZET, 04.06.2010

Schulschluss für Lauenstein und Wallensen?

Salzhemmendorf (sto). Die Einteilung in Grundschulbezirke hält Udo Stenger für überholt. „Die Schulen arbeiten nach unterschiedlichen pädagogischen Konzepten. Eltern sollten deshalb die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, in welcher Grundschule sie ihr Kind anmelden“, sagt der Kommunalpolitiker. Der Elternwille müsse oberste Priorität haben. Das Mitglied der Bürger- und Wählergemeinschaft Salzhemmendorf (BWG) hat deshalb bei der Gemeinde die Aufhebung der Grundschulbezirke beantragt.

 

In der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Jugend, Senioren, Sport und Soziales wurde Stenger von mehreren Seiten als „Unruhe-Stifter“ bezeichnet, bringe er doch Unruhe in die aktuelle Debatte über die Zukunft der Schulstandorte im Flecken Salzhemmendorf. „Derzeit sehe ich keine Veranlassung, über den Antrag zu entscheiden. Das würde die Wettbewerbssituation der Schulen untereinander nur verschlimmern“, argumentierte Reinhold Breyer (SPD). „Warum wird dieser Antrag gerade jetzt gestellt?“, fragte Henning Pieper (CDU). Karl-Heinz Grießner befürchtet, das Konkurrenzdenken unter den Schulen könnte bei einer Befürwortung des Antrages noch größer werden. „Alle Schulleiter sollten sich zusammensetzen und dieses Thema sachlich erörtern“, regte der Ausschussvorsitzende an.

Der Antrag Stengers wurde mehrheitlich abgelehnt. Bettina Wallbaum, die dem Ausschuss als Elternvertreterin angehört, hatte für den Antrag gestimmt. „Eltern sollten die Wahl der Grundschule selbst treffen können. Ich glaube nicht, dass dadurch eine Wanderbewegung in Gang gesetzt werden könnte“, sagte sie. Stenger warf einigen Ausschussmitgliedern vor, die Entscheidung um den Schulstandort bereits getroffen zu haben. „Mit dem Ergebnis, dass Lauenstein und Wallensen geschlossen werden sollen“, betonte er. Sein Vorwurf wurde einheitlich zurückgewiesen. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, hieß es.

Die vier Schulstandorte sind bislang wie folgt aufgeteilt: Die Grundschule Lauenstein liegt im Einzugsbereich des Ortsteils Lauenstein, die Grundschule Oldendorf betrifft die Ortsteile Ahrenfeld, Benstorf mit Quanthof, Osterwald mit Hemmendorf-Heide sowie Oldendorf, zur Grundschule Salzhemmendorf gehören die Orte Hemmendorf (außer Heide), Levedagsen und Salzhemmendorf, die Grundschule Wallensen wird von Kindern besucht, die in den Ortsteilen Ockensen, Thüste und Wallensen woh-nen. Das Gebiet „In der Stockbreite“ zwischen Lau-enstein und Salzhemmendorf gehört zum Einzugsbereich der Grundschulen Lauenstein und Salzhemmendorf. „Wenn Eltern ihr Kind in einer Schule anmelden möchten, die nicht im Einzugsbereich liegt, können sie einen entsprechenden Antrag stellen“, betonte Gemeindebürgermeister Martin Kempe. Das sei unnötige Bürokratie, die mit der Aufhebung der Schulbezirke vermieden werden könnte, so Stenger.


Eine endgültige Entscheidung über Stengers Antrag trifft der Rat des Fleckens Salzhemmendorf in seiner Sitzung am 17. Juni.

 

 

 

aus: DEWEZET, 18.05.2010

Ganztagsschule steht und fällt mit dem Angebot

 

 

Salzhemmendorf (sto). Während in anderen Orten noch über die Einrichtung einer „Offenen Ganztagsschule“ gestritten wird, sie andernorts auch bereits beantragt ist, haben die Salzhemmendorfer schon erste Erfahrungen sammeln können. Viel Arbeit und Organisation nebenbei seien erforderlich gewesen, um das im vergangenen Sommer gestartete Projekt aufzubauen und mit Leben zu erfüllen. „Aber es hat sich gelohnt, denn die Resonanz ist groß“, zieht Schulleiter Udo Zelck eine erste Bilanz. Gestartet worden sei mit etwa 20 Schülern. Mittlerweile seien rund 40 Kinder angemeldet.

Mit der Ausgestaltung des Angebots stehe und falle eine Ganztagsschule: Je attraktiver, umso größer die Resonanz. Um den Kindern möglichst viele Aktionen bieten zu können, wurden Kooperationspartner „mit ins Boot geholt“, mit denen die Zusammenarbeit, ebenso wie mit dem Flecken Salzhemmendorf, „super laufe“. Mit dabei sind die Gemeindejugendpflege, die den Schülern Gesellschaftsspiele bietet, der Sportverein „Blau-Weiß“ mit Fußball und anderen Sportarten sowie das Seniorenheim „Parkresidenz“, wo die Kinder für drei Euro ein Mittagessen einnehmen können. „Mittlerweile sind die Kinder mit den Bewohnern vertraut. Sie unterhalten sich mit den Senioren und lesen ihnen Berichte aus der Dewezet vor“, weiß Zelck.

Die Kooperationspartner, eine pädagogische Mitarbeiterin und eine ABM-Kraft sind derzeit aber nicht die einzigen, die für ein buntes Angebot nach der Hausaufgabenbetreuung sorgen. Zusätzlich werden ein Selbstbehauptungs-, ein Tanz-, ein Inliner- und ein Töpferkurs angeboten. Teilweise gegen eine geringe Gebühr, teilweise kostenlos.

Ein Beispiel ist das Töpfern. Dieses neue Angebot sei nur möglich, weil es ehrenamtlich durchgeführt werde. Heide Friedrich aus Osterwald habe in der Schule angefragt, ob sie mit den Schülern töpfern könne. „Anfragen solcher Art könnte es mehr geben, denn ohne ehrenamtliches Engagement ist ein vielfältiges Angebot in der Ganztagsschule nicht zu packen“, betont der Schulleiter. Sein Wunsch sei, das Land Niedersachsen möge mehr Gelder für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stellen, um dadurch die Ganztagsschule auf eine breitere Basis stellen zu können. Dass auch das Modell offene Ganztagsschule nicht zum Nulltarif zu haben ist, darauf hatten die Coppenbrügger Schulleiter hingewiesen. Dort hatte der Gemeinderat den beiden Grundschulen auferlegt, zum Jahresende ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten und den Antrag zu formulieren. Die dortigen Schulleiter hatten darauf verwiesen, dass das bisherige Modell der nachschulischen Betreuung das bessere sei – das allerdings durch die für Eltern hohen Kosten zu wenig nachgefragt wurde.

Die Ganztagsschule sei keine „Aufbewahrungsanstalt“ und auch keine Verlängerung des normalen Unterrichts, sondern biete „Unterricht“ der etwas anderen Art und vielfältige Freizeitaktivitäten. „Jeder Schüler kann selbst entscheiden, an welchem Angebot er teilnehmen möchte“, sagt Schulleiter Zelck. Somit werde auch leistungsschwachen Kindern, die wenig Anerkennung erfahren, die Möglichkeit gegeben, ihre Stärken zu zeigen und sich aus ihrer Isolation herauszubewegen. Darüber hinaus können Probleme bei den Hausaufgaben durch gegenseitige Hilfe gelöst werden.„Schüler der ersten bis vierten Klasse helfen sich gegenseitig. Das fördert die soziale Kompetenz und die Teamfähigkeit“, weiß der Schulleiter aus seiner bisherigen Erfahrung mit der Ganztagsschule.

Der Besuch der offenen Ganztagsschule ist kostenlos. Das zusätzliche Schulangebot besteht von 13 Uhr bis 15 Uhr. „Eine anschließende Betreuung kann fortgesetzt werden bei der Großtagespflegestelle ,Die Großfamilie’, die in den Räumen unserer Schule eingerichtet ist“, sagt Zelck.

 

 

 

aus: DEWEZET 28.04.2010

Schülerzahl sinkt dramatisch - was tun?

Salzhemmendorf (hen). Was wird aus den Grundschulen? Mit dieser Frage werden sich in naher Zukunft die Ratspolitiker eingehend befassen müssen. Waren es im Jahr 1976, also kurz nach der Gebietsreform, noch 800 Schüler, wird diese Zahl in absehbarer Zeit – bereits in den Jahren 2014/15 – dauerhaft unter 280 abrutschen. Die Schülerzahl nimmt proportional weit mehr als die Gesamtbevölkerung ab. Die vier Grundschulen, die alle als Kleinschulen anzusehen sind, haben jede für sich mit Problemen zu kämpfen. Um ein „zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Grundschulen im Flecken Salzhemmendorf“ zu erhalten, gab es jetzt eine nichtöffentliche Veranstaltung, zu der als Referenten und Schulexperten Jens Hegemann, Universität Hildesheim, Prof. Dr. Hermann Veith, Universität Göttingen, Vera Kirchhoff-Bödecker, Landesschulbehörde Hannover, Wolfgang Müller, „Stadtregion“ Büro für Raumanalysen und Beratung, und Jutta Nolte, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, eingeladen waren. Neben Elternvertretern waren zahlreiche Ratsmitglieder anwesend.

 

„Auch wenn es sich hier unumstritten um ein sehr sensibles und schwieriges Themenfeld handelt, so dürften den Entscheidungsträgern sowie allen anderen Teilnehmern umfänglich und verständlich Informationen zur Verfügung stehen“, sagt Bürgermeister Martin Kempe. Nun müsse die Politik beraten und entscheiden

 

 

 

aus: DEWEZET 21.04.2010

 

 

 

Als Stars in der Manege haben alle reichlich Lampenfieber

Celin rollt einen Zettel zusammen, rollt ihn wieder auf und wirft einen kurzen Blick auf etwas Geschriebenes. Dann rollt sie das Blatt Papier wieder ein und wiederholt den Vorgang. Einmal, zweimal. Die Zehnjährige hat Lampenfieber. „Mein Bauch grummelt vor Aufregung“, gibt sie zu und atmet tief durch. In nur wenigen Minuten muss sie in die Manege, um 400 kleine und große Zuschauer zu begrüßen. „Schlimmer“ noch – die Schülerin der Grundschule Salzhemmendorf hat die Aufgabe, die gesamte Vorstellung des „Circus Bellissimo“ zu moderieren. "Zum Glück kann ich mich dabei mit Luc abwechseln. Das hilft etwas gegen mein Lampenfieber, und zur Sicherheit habe ich ja noch meinen Zettel“, sagt sie. Auch Luc ist aufgeregt. Bei dem Gedanken, in seiner Ansprache steckenzubleiben, wird ihm mulmig. Aber nur ein wenig, denn: „Wenn  es brenzlig wird, werde ich improvisieren“, hat sich der Zehnjährige vorgenommen. Das habe er gelernt bei der Osterwaldbühne, wo er als Darsteller mitwirke.

 

Dann gibt Zirkusdirektor Marcello Maatz die Manege frei für die 120 Erst- bis Viertklässler der Grundschule Salzhemmendorf. Die Galavorstellung auf dem Parkplatz oberhalb der Schule war der Abschluss eines mehrtägigen Zirkusprojektes mit dem in Bielefeld ansässigen „Circus Bellissimo“. Unter Anleitung des seit vielen Jahren eingespielten Duos Marcello Maatz und Sylvia Kaselowsky wurden die Mädchen und Jungen zu Clowns, Akrobaten, Jongleuren, Fakiren, Bauchtänzerinnen, Kunstreitern auf Pferd Norma oder zu Dresseuren dreier Ziegen. Unglaublich, was die Kinder in so kurzer Zeit gelernt haben. Sie genossen sichtlich, einmal im Leben Stars in der Manege zu sein. „Ich habe mich für das Voltigieren gemeldet“, erzählte Celin, die sich für diesen Part in ein Indianermädchen verwandelt hatte. Lehrerinnen und Mütter halfen den Kindern beim Umkleiden und Schminken. Die Schüler unterstützten sich gegenseitig. So halfen die älteren Schüler den jüngeren und umgekehrt. „Dieses Miteinander der Kinder ist ein wichtiger Aspekt unseres Projekts“, betonte Sylvia Kaselowsky. Zirkusarbeit funktioniere nur in der Gemeinschaft.

 

In diesem gemeinschaftlichen Erleben sieht auch Udo Zelck den Schwerpunkt des Zirkusprojekts, das in der Grundschule alle vier Jahre stattfindet. „Nur, wenn einer dem anderen hilft, funktioniert die Gemeinschaft“, betonte der Schulleiter. Unabhängig ihrer schulischen Leistungen, können sich die Kinder auf andere Art beweisen. Das Projekt fördere die motorischen, psychischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten. „Es tut den Schülern rundum gut“, sagt Zelck.

 

 

 

aus: DEWEZET 18.03.2010

 

Eltern gestalten Schulhof mit um

Auf Initiative des 1985 gegründeten Elternvereins wurde vor vier Jahren ein Schulkiosk eröffnet, der seitdem an allen Schultagen von Eltern oder Großeltern ehrenamtlich betrieben wird. Darüber hinaus beteiligt sich der Elternverein der Grundschule Salzhemmendorf an der Umgestaltung des Schulhofes, richtet ein gesundes Frühstück aus und unterstützt Projekte. „Klasse, was hier mit großem Engagement und großer Zuverlässigkeit geleistet wird“, betonte Schulleiter Udo Zelck in der Jahreshauptversammlung. In den Sommerferien wurde ein Sandspielbereich eingerichtet. „Danke an alle Helfer und Sponsoren“, betonte Christina Müller, Vorsitzende des 80 Mitglieder zählenden Fördervereins. Um Geld zu sammeln für die Umgestaltung hatten Schüler der vierten Klassen auf dem Wochenmarkt selbst gezogene Pflanzen, Bastelarbeiten und Waffeln verkauft und damit 620 Euro eingenommen. Die Aktion soll in diesem Jahr wiederholt werden. Finanziell unterstützt hat der gemeinnützige Elternverein die Anschaffung einer Rutsche für den Schulhof mit 1000 Euro, das Antolin-Leseprojekt sowie die Nikolaus- und die Faschingsfeier. Ein Zirkusprojekt mit dem „Circus Bellissimo“ gibt es vom 7. bis 9. April sowie eine Lesung mit der Kinderbuchautorin Ursel Scheffler am 9. Juni.

 

 

aus: DEWEZET 10.02.2010

 

Schneemänner und spontane Rodeltage

Salzhemmendorfer Grundschüler tauschen Klassenstühle gegen Schlitten

 

Während die einen über die anhltende Kälte stöhnen, Verkehrsteilnahemer unter Eis- und Schneeglätte leiden und der Winterdienst seine liebe Not - angesichts des Streusalzmangels - hat, zeigt das Winterwetter auch sine zauberhaften Seiten. "Schöne Grüße" aus Lauenstein schicken der Dewezet Ragnar, Smilla und Lovis mit einem Foto von ihrem selbst gebauten Schneemann. Und auch die Salzhemmendorfer Grundschüler können von der weißen Pracht nicht genug bekommen und tauschten die Klassenstühle gegen Schlitten ein. Statt Deutsch oder Mathe lernen zu müssen, sausten sie mit rasantem Tempo den Berg am Knübel hinunter. Die Idee dazu kam von dem achtjährigen Philipp, der anregte, bei dem tollen Wetter gemeinsam rodeln zu gehen. Gesagt, getan.

    Schnell wurden die Eltern informiert, die sich auch spontan dazu bereiterklärten, die Kinder während der Aktion mit heißem Tee am Rodelberg zu versorgen. Warm eingepackt, zogen die Kinder ihre Schlitten den Weg bis zum Salzhemmendorfer Rodelberg hinauf. Dann ging es mit viel Gejauchze den Berg hinab. Dabei fanden es die Kinder besonders toll, über die kleinen "Schneerampen" zu rodeln, wobei der ein oder andere dann doch in den weichen Schnee purzelte. Überglücklich, wenngleich auch etwas erschöpft, waren sich am Ende des Vormittags alle einig: Solche Schultage sollte es öfter geben!

 

 

 

aus: Salzhemmendorf Aktuell 04.02.2010

 

Mit viel Schwung den Berg hinab

Salzhemmendorfer Grundschüler rodeln / "Solche Schultage sollte es mehr geben"

 

Das tolle Winterwetter mit dem vielen Schnee brachte Philipp aus der 2. Klasse der Grundschule in Salzhemmendorf auf die Idee: "Wollen wir bei dem schönen Winterwetter nicht mal alle zusammen Schlitten fahren gehen?" Gesagt getan - das Lekrerkollegium beschloss, einmal Mathe und Deutsch - Mathe und Deutsch sein zu lassen und gemeinsam rodeln zu gehen.

    Schnell wurden die Eltern informiert, die scih auch spontan dazu bereit erklärten, die Kinder während der Aktion am Knübel mit heißem Tee zu versorgen. Nach der großen Pause zogen die Kinder dann warm angezogen in einer langen Reih mit ihren Schlitten hinaus zum Salzhemmendorfer Rodelberg. Dann ging es mit Schwung den Berg hinab, wobei die Kinder besonders viel Freude daran hatten, über "Rampen" zu fahren, wenn auch viele daei Im Schnee landeten. Einig waren sich hinterher alle: "Solche Schultage sollte es viel mehr geben".

 

 

 

aus: DEWEZET 20.01.2010

 

Zu Fuß zur Schule – wie es früher üblich war…

Mit großen Schritten läuft Philipp die Straße entlang Richtung Haltestelle. Der feine Schnee knirscht unter seinen Schuhen und bremst den Achtjährigen in seinen Bewegungen. Doch der Zweitklässler strahlt übers ganze Gesicht, als er seine Klassenkameraden Thea und Nick an der Haltestelle sieht. Er freut sich schon darauf, mit dem Laufbus „fahren“ zu dürfen. In Begleitung von einem Elternteil legen so seit kurzem 31 Grundschüler der Salzhemmendorfer Grundschule ihren Weg zur Schule zu Fuß zurück. Denn der Laufbus ist kein motorisiertes Fahrzeug, sondern, wie der Name schon vermuten lässt, besteht aus den Grundschülern selbst, die gemeinsam zur Schule laufen. Die Idee zur Bildung eines Laufbusses kam während einer Aktionswoche im letzten Herbst. Schon damals hatten sich die Jungen und Mädchen nicht wie gewohnt bequem von den Eltern im Auto zur Schule bringen lassen, sondern hatten den Schulweg zu Fuß zurückgelegt. 

 

„Mit einer solch guten Resonanz hätten wir zu Beginn der Aktion nicht gerechnet“, sagt Lehrerin Susanne Koops, die das Projekt von Anfang an betreut. Die ursprüngliche Idee, wieder gemeinsam zur Schule zu gehen, stammt aus England und ist dort ebenso erfolgreich wie mittlerweile in vielen deutschen Gemeinden. Die Kinder laufen – wie früher üblich – gemeinsam zur Schule und bekommen so auch die Möglichkeit, sich schon vor dem Beginn des Schulalltages über die vorangegangenen Geschehnisse und wichtige Ereignisse auszutauschen. Doch nicht nur der Kommunikationsgedanke sei maßgeblich für die Einführung des Projektes gewesen. Besonders die Freude der Schüler, gemeinsam etwas zu erleben und sich zu bewegen, habe im Vordergrund gestanden. „Zudem sollte auch der Umweltschutzgedanke hier nicht außer Acht gelassen werden“, sagt Susanne Koops. „Den Kindern zu zeigen, dass sie so ihren eigenen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten können, ist uns sehr wichtig.“ Des Weiteren hatte sich bereits während der ersten Projektwoche die Verkehrssituation am kleinen Parkplatz direkt vor der Schule merklich verbessert, wie Schulleiter Udo Zelck bestätigt. „Gerade zu den Stoßzeiten zu Schulbeginn und Schulschluss kam es zu teilweise gefährlichen Situationen, die bislang aber ohne Zwischenfälle verliefen“, sagt der Schulleiter und hofft auf einen langfristigen Erfolg des Laufbusses.

    „Auch wenn ich sonst viel Fußball spiele und mich gern bewege, laufe ich sonst zu Hause nicht so gerne“, bekennt Philipp Schröder. Doch gemeinsam mit seinen Klassenkameraden den 20-minütigen Fußmarsch zu Schule zu gehen, findet der Lauensteiner einfach „toll“. Auch seine Mutter Anke findet die Idee, in einer Gemeinschaft zur Schule zu gehen, sehr gut. Als eine von zehn Müttern unterstützt sie die Aktion und begleitet die Kinder auf ihrem Weg morgens zur Schule oder mittags auf dem Heimweg. Wie bei einer richtigen Buslinie, gibt es auch beim „Laufbus“ feste Haltestellen, an denen die Kinder „zusteigen“ können. Derzeit gibt es in Salzhemmendorf eine Linie, die mit sechs Haltestellen versehen ist. Um diese zu kennzeichnen, hat die Jugendwerkstatt in nahezu zehn Stunden Arbeit sechs Haltestellenschilder gefertigt.

 

 „Mit einem Buslogo und einem kleinen lachenden Bus versehen, ist für die Kinder der Haltepunkt sofort ersichtlich“, sagt der Ausbilder der Jugendwerkstatt, Florian Faßmann. Sobald es die Witterung zulässt, werden sich die Mitarbeiter des Bauhofes um die Anbringung der bunten Holzschilder kümmern, an deren Anfertigung sich auch der Ortsrat finanziell beteiligte. Auch die Sicherheit der Kinder soll beim „Laufbus“ nicht zu kurz kommen. Dank der Reflektorwesten, eine Spende der Flora-Apotheke, werden die Kinder gerade in der dunklen Jahreszeit schon von weitem gesehen. „Gerade der Sicherheitsaspekt steht für die Eltern im Vordergrund“, sagt Anke Schröder. Die Kinder in einer Gemeinschaft aufgehoben zu wissen, ist ihr sehr wichtig. Zudem lernen die Sechs- bis Zehnjährigen den richtigen Umgang im Straßenverkehr und können schwierige Situationen und potenzielle Gefahrenpunkte gemeinsam meistern. Daher fällt es den Kindern auch in ihrer Freizeit leichter, sich unbefangener und sicherer im Straßenverkehr zu bewegen. Kleine Wege werden auch in der Freizeit gerne zu Fuß erledigt. Doch für die Kinder ist dies alles nicht so wichtig. Gemeinsam zu laufen und zu lachen, ist für die Steppkes das Allergrößte. Näheres zu den „Abfahrtszeiten“ unter wwww.grundschule-salzhemmendorf.de 

 

 

 

 

 

 

aus: DEWEZET 24.09.2009

 

Für den "Laufbus" gab es sogar Haltestellen und Fahrplan

Jetzt kann ich endlich den neuen Regenschirm ausprobieren, den ich zur Einschulung bekommen habe“, verkündet Kira aus der 1. Klasse zufrieden und strahlt trotz des strömenden Regens über das ganze Gesicht. Auch die anderen Kinder, die die lange Treppe zur Schule hochstapfen, erreichen das Schulgebäude zwar mit nassen Jacken, aber ausgesprochen zufrieden und ausgeglichen. Während einer Aktionswoche haben sich die beteiligten Kinder nicht im „Elterntaxi“ zur Schule bringen lassen, sondern sind in einer Gruppe von jeweils etwa zwölf Kindern mit dem „Laufbus“ zum Unterricht gekommen.

    Die Idee stammt aus England und wird auch in Deutschland vielerorts praktiziert. Dabei begleiten einzelne Elternteile eine Gruppe von Kindern auf dem Schulweg, wobei sich auf einer bestimmten Wegstrecke innerhalb des Ortes nach und nach weitere Kinder anschließen können – was früher üblich war, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

    Die Arbeitsgruppe „Mobilität“ der Schule fand den Gedanken überzeugend und hat für die Aktionswoche einen „Fahrplan“ mit zwei „Buslinien“ ausgearbeitet und innerhalb des Dorfes „Haltestellen“ mit Schildern markiert. Einige Elternteile und auch Lehrer haben sich als „Busfahrer“ zur Verfügung gestellt, und um den Reiz zu erhöhen, wurden sogar „Fahrkarten“ an die Kinder ausgegeben. Die Kinder sammeln so Erfahrungen im Verkehrsalltag und sind an der frischen Luft. Neben den sozialen Kontakten wird auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Der Autoverkehr im Schulumfeld hat während der Woche spürbar abgenommen. Bei einer Befragung soll herausgefunden werden, ob Interesse an einer dauerhaften Einrichtung eines Laufbusses besteht.
 

 

 

aus: DEWEZET, 24.08.2009

 

Mittags ist die Schulzeit noch längst nicht beendet 

Zu Beginn des neuen Schuljahres ist in der Grundschule Salzhemmendorf die angekündigte Ganztagsbetreuung gestartet worden. „Bislang sind 20 Kinder angemeldet. Weitere können jederzeit einsteigen“, appelliert Udo Zelck. Auch Kinder aus anderen Grundschulen des Fleckens seien willkommen.

 

Das Angebot gilt von Montag bis Donnerstag, jeweils bis 15 Uhr. „Es kann jedoch sein, dass manche Freizeitaktivitäten, beispielsweise Sport und Tanz, erst gegen etwa 15.30 Uhr enden“, so der Schulleiter. Das müsse sich alles noch einspielen. Die Teilnahme ihrer Kinder an dem Ganztagsangebot ist für die Eltern kostenlos. Lediglich für das Mittagessen müssen jeweils drei Euro entrichtet werden. Geringverdiener haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Bezuschussung der Mahlzeiten durch die Gemeinde Salzhemmendorf und die Landesschulbehörde zu stellen.

Um die Ganztagsbetreuung durchführen zu können, hat sich die Grundschule mit bisher drei Kooperationspartnern zusammengetan. Das sind die Gemeindejugendpflege Salzhemmendorf, die in der Schule Gesellschaftsspiele anbietet, der Sportverein „Blau-Weiß-Hemmendorf-Salzhemmendorf“ und das nahe gelegene Seniorenheim „Parkresidenz“, wo das Mittagessen für die Kinder zubereitet wird und wo sie auch ihre Mahlzeit einnehmen. „Es macht großen Spaß, mit den anderen Kindern gemeinsam zu essen“, sagt die zehnjährige Merve fröhlich, während sie eine große Portion Pommes neben ihr paniertes Schnitzel anhäuft. Auch ihre Geschwister Melissa (8) und Metin (7) gehören zu der jungen „Tafelrunde“ im Altenheim. Die Bewohner essen vorher. Einige bleiben nach beendeter Mahlzeit sitzen und schauen zu, wie es den Kindern schmeckt.
 
Nach dem Essen geht Gerhild Appold mit den Mädchen und Jungen zurück in die Schule. „Dann werden Hausaufgaben gemacht, Förderangebote durchgeführt und Freizeitaktivitäten angeboten“, erklärt die Lehrerin, von der die Ganztagsbetreuung federführend geleitet wird. „Die Teilnahme an dem Ganztagsangebot handhaben wir flexibel“, so der Schulleiter. Es sei beispielsweise möglich, dass die Kinder die Betreuung nur einen Tag in der Woche in Anspruch nehmen. Auch die Teilnahme an den Freizeitangeboten oder am Mittagessen sei freiwillig.

 

 

 

aus: DEWEZET, 18.08.2009

 

Buddeln und bauen im neuen Sandkasten

Udo Zelck freut sich. Im Gegensatz zu manchen Kollegen anderer Schulen hat er keinen Grund, sich über mangelndes Elternengagement zu beklagen – im Gegenteil. Von Jahr zu Jahr werde das Engagement der Eltern besser. „Unsere Schule lebt von der Unterstützung durch den Elternverein“, betont der Leiter der Grundschule Salzhemmendorf. Das jüngste „Beweisstück“ ist der neue Sandspielbereich auf dem Schulhof.


In den Sommerferien haben Eltern mithilfe einiger Lehrer und Schüler unter der Leitung von Günter Eickhoff sowie Ernst-August Mietke den ersten Schritt zur lang ersehnten Sanierung des Schulhofes getan und das Areal, das gleichzeitig als öffentlicher Spielplatz dient, mit einem riesigen Sandkasten ausgestattet. Das ehrenamtliche Engagement wurde unterstützt durch die Firmen Gala-Bau, Honig Baustoffe, Titze, Mietke, Rheinkalk und Fassmann, die kostenlos Personal, Material und Geräte zur Verfügung gestellt hatten. Die Schüler hatten darüber hinaus bei einer Sponsoren-Olympiade und der Wochenmarktaktion Spenden gesammelt. „Danke an alle, die diese ersten Baumaßnahmen ermöglicht haben“, betonte Christina Müller während einer kleinen „Einweihungsfeier“. Demnächst werde noch ein Bagger für den Sandkasten angeschafft. Sandspielzeug sei bereits vom Elternverein gespendet worden, so die Vorsitzende des Elternvereins. Im Laufe der kommenden Jahre soll der Schulhof komplett saniert werden. Die Kosten dafür betragen etwa 25 000 Euro. Knapp die Hälfte der Gesamtsumme sei vorhanden. „Noch viele Aktionen und Spendenaufrufe sind nötig, um den großen Rest zusammenzubekommen“, so der Schulleiter. Die nächste Aktion sei für die Weihnachtszeit geplant.
 
Der zweite Sanierungsschritt erfolgt in den kommenden Tagen. Von der Gemeinde Salzhemmendorf wird eine Rutsche aufgestellt. „Die Kosten von 5000 Euro trägt die Gemeinde“, freut sich Udo Zelck. Im kommenden Jahr sollen ein Außenklassenraum und ein Fußballplatz eingerichtet sowie weitere Spielgeräte angeschafft werden. Vorausgesetzt das Geld sei zusammengekommen.

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